Verkehr an Christi HimmelfahrtGoogle Maps zeigt stundenlang falsche Straßensperrungen an

Screenshot von Google Maps am Donnerstag, 29. Mai: In der App sind Straßensperrungen zu sehen, die gar nicht existieren.
Screenshot von Google Maps am Donnerstag, 29. Mai: In der App sind Straßensperrungen zu sehen, die gar nicht existieren. (Foto: Screenshot)

Rund um mehrere deutsche Großstädte zeigen die Karten des US-Tech-Unternehmens mehrere Stunden zahlreiche nicht befahrbare Straßen an. Die Polizei allerdings weiß gar nichts von den Sperrungen.

Was ist das denn bitte, mag sich manche Autofahrerin an diesem Donnerstag bei einem Blick auf Google Maps gedacht haben. Klar, Christi Himmelfahrt war immer schon ein starker Reisetag, da kann es auch mal zu Staus, Unfällen und anderen Problemen auf den Straßen kommen. Aber derart viele Sperrungen?

Tatsächlich zeigte der Kartendienst des US-Tech-Unternehmens am Donnerstag ungewöhnlich viele gesperrte Straßen an – und das in zahlreichen deutschen Regionen, im Ruhrgebiet und rund um Köln, im Rhein-Main-Gebiet, in der Gegend um Hamburg, rund um Berlin sowie München. Stets waren die Kartenausschnitte mit rot-weißen Punkten gesäumt. Die Polizei in Hamburg, Frankfurt, Mainz und in Nordrhein-Westfalen bestätigte die Sperrungen nicht. Auch in anderen europäischen Ländern, etwa in den Niederlanden und Belgien, fand sich auf Google Maps eine auffällige Häufung von Sperrungen. Nach mehreren Stunden verschwanden die falschen Anzeigen wieder.

Dieser Ausschnitt zeigt die vermeintlich nicht befahrbaren Straßenverbindungen im Rhein-Main-Gebiet.
Dieser Ausschnitt zeigt die vermeintlich nicht befahrbaren Straßenverbindungen im Rhein-Main-Gebiet. (Foto: Screenshot)

Ein Google-Maps-Team habe sich den Sachverhalt angeschaut und falsche Sperrungen nach Überprüfung entfernt, teilte Google mit. Wie es jedoch zu den Fehlinformationen kam, blieb bisher unklar.

Ein Unternehmenssprecher wies zudem darauf hin, dass die Informationen auf Google Maps aus einer Kombination aus Drittanbietern, öffentlichen Quellen und Inputs von Nutzern stammten. „Im Allgemeinen bieten diese Quellen eine starke Basis für umfassendes und aktuelles Kartenmaterial“, hieß es. Nutzer seien aufgefordert, Fehler zu melden.

Erst Anfang Mai hatte Google Autobahntunnel in Thüringen fälschlicherweise als geschlossen angezeigt. Nach einer Beschwerde der Polizei wurden die Navigationsansagen korrigiert.

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