Göttingen Studentin in Wohnheim getötet

In Göttingen ist eine israelische Studentin tot aufgefunden worden, eine Mordkommission ermittelt. Es gibt keine Hinweise darauf, dass der Täter mit Gewalt in das Wohnheim-Zimmer der Frau eindrang. "Es ist definitiv ein Gewaltverbrechen", sagt die Staatsanwaltschaft.

Eine 26 Jahre alte Medizinstudentin ist in Göttingen einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Die junge Frau sei tot in ihrem Zimmer in einem Studentenwohnheim gefunden worden, sagte der Sprecher der Göttinger Staatsanwaltschaft, Andreas Buick. Angaben zur genauen Todesursache wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht machen.

Das Wohnhaus der getöteten Studentin in Göttingen. Angaben zur genauen Todesursache wollten die Fahnder aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht machen.

(Foto: dpa)

Freunde hatten die 26-jährige Israelin, die vor dreieinhalb Jahren zum Studium nach Deutschland gekommen war, als vermisst gemeldet. Daraufhin wurde das Zimmer am Mittwochnachmittag mit einem Generalschlüssel geöffnet. "Es ist definitiv ein Gewaltverbrechen", sagte Buick. Die Leiche der Frau wurde in der Göttinger Rechtsmedizin obduziert.

Eine 25-köpfige Mordkommission ermittelt jetzt in alle Richtungen. Freunde und Bekannte der jungen Frau, die im siebten Semester studierte, werden befragt. Es gibt dem Staatsanwalt zufolge keine Hinweise darauf, dass der Täter mit Gewalt in das Zimmer der Studentin eindrang. Ein solcher Fall im Studentenmilieu sei eher ungewöhnlich, sagte Buick.

Die Universität Göttingen hat knapp 25.000 Studenten. In dem als anonym beschriebenen Wohnheim, wo die junge Frau gewaltsam ums Leben kam, leben etwa 300 Studenten.