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Glamorama:Kinderkacke

(FILE) Wayne and Coleen Rooney Announce Birth Of Third Son

Fußballer Wayne Rooney mit seinen Söhnen Kai (unten) und Klay.

(Foto: Shaun Botterill/Getty Images)

Diese Woche wurde bekannt, welche Prominenten alle Nachwuchs haben oder bekommen. Fußballer Wayne Rooney ist etwa abermals Vater geworden. Noch sind sie selig, aber der Shitstorm wartet schon.

Für das, was sich zurzeit zu- und austrägt, gibt es nur eine vernünftige Erklärung: 2015 muss einer der geheimen Weltherrscher die Chemtrail-Tanks falsch befüllt haben. (Chemtrails, das sind die Kondensstreifen am Himmel, die von den bevölkerungsdezimierenden Giften zeugen, mit denen die Eliten per Flugzeug die Population kontrollieren.) Offensichtlich wurde versehentlich ein Gegengift versprüht, Spanische Fliege vielleicht. Womöglich lag es aber auch nur am Frühling, dem geil machenden Schlawiner, dass Prominente auf der ganzen Welt zur Zeugung bereit und fähig waren. So wurde diese Woche bekannt, wer alles schwanger ist oder diesen Zustand soeben beendet hat: Moderatorin Andrea Kaiser erwartet ihr erstes Kind, genauso Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier (es handelt sich dabei um ein und dasselbe Kind). Fußballer Wayne Rooney und Sänger Michael Bublé sind abermals Väter geworden. Koch Tim Mälzer freut sich auf Nachwuchs. Ex-Model Tyra Banks hat mithilfe einer Leihmutter ein Kind bekommen. Die US-Schauspielerin Emily Blunt ist schwanger, Kollegin Nina Bott ist laut Gala "im Baby-Glück". Das Gorillaweibchen Sindy gebar im Amsterdamer Zoo ein Baby. One Direction-Sänger Louis Tomlinson präsentierte ein erstes Foto seines Söhnchens. Selbst Scheinschwangerschaften wurden registriert: Reiner Calmund, früherer Fußball-Manager, sagte der Bild: "Über Weihnachten sind einige Kilos drauf gekommen, ich bin nun mal ein Schleckermäulchen."

Bis auf Calmund zeigten sich alle Genannten hocherfreut. Was sich ihnen in diesen frohen Stunden niemand zu sagen traut (außer dem Stern, der aufdeckt, "warum Frauen bereuen, dass sie Mutter werden"): Nicht nur wegen der Stilldemenz kann man das gewohnte Leben danach vergessen. Man frage den Tennisspieler Roger Federer, der am Donnerstag bei den Australien Open ausschied, weil er mutmaßlich auf seine Zwillingstöchter Myla Rose und Charlene Riva, 5, hörte, die ihm, wie er erzählte, zu diesem Trick rieten: "Nach dort schauen, aber woandershin spielen." Bis zur Geburt der Zwillinge hat der Schweizer übrigens 60 Turniere gewonnen, als Vater waren es nur noch 28. Ähnlich geht es US-Schauspieler Ben Stiller, der vor 13 Jahren zum ersten Mal Vater wurde und seither nur noch halb so lustig ist. Herrlich sei es, schwärmte er nun, "beim Versteckspielen zusammengekauert im kleinsten Schrank zu sitzen". Eine nette Geschichte, die allerdings nur lustig wäre, wenn Reiner Calmund sie erzählte.

Dass sie nach der Geburt ihrer Kinder nicht mehr so lustig und sportlich sein sollen, lesen die werdenden Star-Eltern gewiss mit Empörung. Doch seien sie, bevor sie im Netz losschimpfen, an ihr Karma erinnert: Wer einen sozialen Shitstorm lostritt, sollte bedenken, dass er demnächst einen ganz echten auszuhalten hat.