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Gewalt gegen Frauen:Mit voller Wucht

Als Nadine K. das Schreiben las, konnte sie nicht glauben, dass es von einer Oberamtsanwältin unterschrieben wurde. Sie fühlte sich als Frau von einer Frau im Stich gelassen.

(Foto: Boris Herrmann)

Eine Frau trennt sich von ihrem Freund, er schlägt zu, sie zeigt ihn an. Das Verfahren wird eingestellt. Begründung der Justiz: Solche Beziehungstaten seien "Bestandteil des Auflösungsprozesses". Wie bitte?

Von Boris Herrmann

Es geschah drei Tage nach der Trennung. Sie hatten sich an jenem Abend noch einmal in einem Restaurant getroffen, zunächst ganz vernünftig geredet, ein paar Habseligkeiten ausgetauscht. Dann ging es wieder los mit den gegenseitigen Vorwürfen: Du denkst immer nur an dich. Du willst mich doch gar nicht verstehen. Hörst du mir überhaupt zu? Zuletzt waren sie immer wieder in diese Spirale aus Vorwürfen und Beleidigungen geraten. Wegen dieser permanenten Streitigkeiten sei sie völlig am Ende gewesen, auch deshalb habe sie Schluss gemacht, erzählt Nadine K. bei einem Treffen im Berliner Monbijoupark.

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