Prozess um getöteten Zugbegleiter„Alle sollen wissen, wer Serkan war“

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„Er hat seinen Job geliebt“: Der Vater und zwei Brüder des getöteten Zugbegleiters halten vor dem Gericht in Zweibrücken Fotos hoch, rechts im Bild Eray Çalar.
„Er hat seinen Job geliebt“: Der Vater und zwei Brüder des getöteten Zugbegleiters halten vor dem Gericht in Zweibrücken Fotos hoch, rechts im Bild Eray Çalar. Boris Roessler/dpa

Nach einem Verbrechen steht oft der mutmaßliche Täter im Fokus, so auch im Fall des totgeprügelten Zugbegleiters Serkan Çalar. Seine Familie möchte das ändern und sagt: Seht her, das ist der Mann, den wir so schrecklich vermissen.

Von Kathrin Wiesel-Lancé, Mannheim

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Eray Çalar nennt es einen Fluch, dass ausgerechnet hinter dem Haus seiner Familie Züge fahren. Das Mehrfamilienhaus steht an einer Bahnstrecke in Ludwigshafen. Wenn sein großer Bruder dort im Dienst eingeteilt gewesen sei, habe er manchmal angerufen, gesagt: „In dem Zug gleich bin ich drin.“ Wenn seine Mutter heute Züge vorbeifahren sehe, breche es ihr das Herz, sagt Çalar. „Sie denkt dann daran, dass ihr Sohn in einen Zug eingestiegen ist und einfach nicht mehr zurückkam.“

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