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Gestrandeter Pinguin:Happy Feet auf Heimreise

Ein Pinguin sucht sein Zuhause: Der gestrandete Kaiserpinguin in Neuseeland wird in Richtung Antarktis verabschiedet - die Forscher verfolgen seinen Weg genau. Zumindest einige hundert von mehr als 2.000 Kilometern ist Happy Feet nicht allein.

Happy Feet tritt an diesem Montag seine Heimreise in die Antarktis an. Ein Forschungsschiff soll das Tier etwa 700 Kilometer südlich von Neuseeland im Meer aussetzen, berichtet der New Zealand Herald. Am Vormittag mitteleuropäischer Zeit war der Pinguin allerdings noch in der Forschungsstation in Wellington.

Happy Feet am 28. August: Fit wie ein Wild-Pinguin.

(Foto: AP)

Bald muss der dreieinhalb Jahre alte Vogel allein weiterschwimmen - mehr als 2000 Kilometer, bis in die Antarktis. Der Kaiserpinguin ist mit einem Sender ausgestattet, im Internet können seine Fans die Heimreise verfolgen, wenn Happy Feet nicht umdreht.

Denn der Pinguin, der nach einer Trickfilmfigur benannt ist, hat schon einmal die falsche Richtung eingeschlagen: Er war am 20. Juni an einem Strand nördlich von Neuseelands Hauptstadt Wellington aufgetaucht, gut 3000 Kilometer von seiner eisigen Heimat entfernt. Den Sand hielt er für Schnee, fraß davon und drohte daran zu verenden. Der Pinguin wurde in ein künstliches Koma versetzt und im Zoo von Wellington viermal operiert. 300 Gramm Sand und Steine holten die Tierärzte aus seinem Bauch. Danach wurde er mit Fisch-Shakes wieder aufgepäppelt.