Süddeutsche Zeitung

Gescheiterte Segel-Rekordjägerin:"Es ist schmerzhaft"

Die 16-jährige gescheiterte Weltumseglerin Abby Sunderland hat bei ihrem ersten Auftritt nach ihrer dramatischen Rettung die Kritik an ihren Eltern beklagt. Auch habe sie den Schiffbruch im Indischen Ozean nicht selbst verantwortet.

Die gescheiterte 16-jährige Weltumseglerin Abby Sunderland hat wenige Wochen nach ihrer dramatischen Rettung Kritik an ihren Eltern zurückgewiesen. "Es ist schmerzhaft, all die Dinge, die über meine Eltern gesagt wurden, zu hören und zu lesen", sagte die Kalifornierin bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt in den USA nach dem Schiffbruch im Indischen Ozean.

"Ich habe 12.000 Meilen alleine zurückgelegt, zwei Ozeane durchquert und Kap Hoorn umrundet", sagte die Seglerin im kalifornischen Marina Del Rey. "Zweifel daran, ob ich alt genug sei, hätte es damit nicht mehr geben sollen."

Nicht etwa ein eigener Fehler, sondern eine Sturmwelle habe ihre Reise beendet. "Es passierte so schnell", sagte die 16-Jährige. "Als die Welle mein Boot umwarf, schlug ich mit dem Kopf auf und für ein paar Sekunden war alles schwarz."

Gedanken über ein Buch

Abby war am 11. Juni mit ihrer Jacht Wild Eyes mehr als 3000 Kilometer von der nächsten Küste entfernt in einen schweren Sturm geraten. Bei hohem Wellengang brach der Mast, ein französisches Fischerboot rettete das Mädchen aus der Seenot.

Sie werde wohl "einige Jahre" warten, bevor sie eine weitere Solo-Segeltour wage, zitierte People.com den Teenager. Sie habe keine Pläne, ihre Erlebnisse als Reality-TV-Show oder als Dokumentation zu vermarkten, versicherte die Seglerin. Allerdings denke sie darüber nach, ein Buch zu schreiben.

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dpa/kat
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