Germanwings-Katastrophe Allianz fordert Millionensumme von Lubitz' Insolvenzverwalter

Für jeden toten Passagier 50 000 Euro: Im Insolvenzverfahren über den Nachlass des Copiloten Andreas Lubitz hat die Allianz eine Forderung von 7,5 Millionen Euro eingereicht.

Im Insolvenzverfahren über den Nachlass des Copiloten Andreas Lubitz hat die Allianz eine Forderung von 7,5 Millionen Euro eingereicht. Nach SZ-Informationen will sich ein Sprecher der Versicherung am Nachmittag dazu äußern.

Lubitz hatte einen Germanwings-Airbus am 24. März absichtlich gegen einen Berg in Südfrankreich gelenkt. Alle 150 Menschen an Bord starben. Wie die Bild-Zeitung, die zuerst über die Millionen-Forderung berichtet hat, schreibt, fordert die Allianz für jeden toten Passagier 50 000 Euro. Bei dem Betrag handele es sich um die Summe, die Germanwings als Entschädigung bereits kurz nach dem Absturz an die Hinterbliebenen ausgezahlt hat.

Das Insolvenzverfahren wird vom Amtsgericht im rheinland-pfälzischen Montabaur geführt, wo der Copilot zuletzt seinen Hauptwohnsitz hatte. Ende August war die Frist zur Einreichung der Ansprüche abgelaufen. Anfang dieser Woche haben die zuständigen Mitarbeiter bereits eine erste Sichtung der Forderungen vorgenommen und entscheiden jetzt, ob und wie das Verfahren weitergeführt wird. Die Voraussetzung für ein Insolvenzverfahren über einen Nachlass ist, dass niemand das Erbe angetreten hat. Das ist bei Lubitz der Fall.