Gera:Kunstflieger prallen in der Luft zusammen - zwei Tote

Lesezeit: 1 min

Gera: Einsatzkräfte der Feuerwehr Gera an der Unglücksstelle, an der zwei Kunstflieger kollidiert und abgestürzt sind.

Einsatzkräfte der Feuerwehr Gera an der Unglücksstelle, an der zwei Kunstflieger kollidiert und abgestürzt sind.

(Foto: Björn Walther/dpa)

Bei der Kollision sind am Samstagabend in Thüringen zwei Piloten gestorben - das zweite tödliche Unglück innerhalb weniger Wochen.

Bei einem Zusammenstoß von zwei Flugzeugen am Samstagabend am Rande von Gera sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Einem Sprecher der Feuerwehr zufolge handelt es sich bei den Verunglückten um zwei Kunstflieger, die mit ihren jeweiligen Maschinen in der Nähe des Flugplatzes Leumnitz am Samstagabend in der Luft zusammengeprallt sind.

Die Flugzeuge seien nach dem Zusammenstoß über einem Feld abgestürzt, teilte die Feuerwehr mit. Weitere Tote oder Verletzte habe es nicht gegeben. Polizei und Feuerwehr waren eigenen Angaben zufolge mit einem Großaufgebot im Einsatz. Das Gelände rund um die Absturzstelle in der Nähe des Flugplatzes wurde weiträumig abgesperrt.

Am Sonntag teilte die Polizei mit, dass es sich bei den tödlich Verunglückten um zwei Männer im Alter von 42 und 73 Jahren handele. Ursache und genauer Hergang des Unglücks waren weiter unklar, Spezialisten der Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung und die Kriminalpolizei Gera haben die Ermittlungen übernommen. Es ist das zweite tödliche Flugzeugunglück in der Nähe des ostthüringischen Flugplatzes innerhalb weniger Wochen.

Dem Flugplatzchef Peter Künast zufolge hatte es am Samstag keinen offiziellen Kunstflugwettbewerb oder eine Schauveranstaltung gegeben. Gera-Leumnitz sei ein regulärer Verkehrslandeplatz und damit offen für Starts und Landungen dort zugelassener Flugzeuge. Das Unglück habe sich außerhalb des Flugplatzgrundstücks ereignet.

Am Flugplatz Gera-Leumnitz dürfen laut Internetseite Flugzeuge mit einem maximalen Startgewicht von 5,7 Tonnen starten und landen. Es ist ein Flugplatz sowohl für den gewerblichen Flugverkehr als auch für den Flugsport.

Zur SZ-Startseite
Kunstflieger Lorenz Eberherr

SZ PlusFlugzeug-Artist
:Die Kunst, nicht abzustürzen

Lorenz Eberherr ist Kunstflieger: Mal hängt er kopfüber in der Luft, mal dreht er Loopings. Viele seiner Piloten-Freunde sind tödlich verunglückt. Warum er noch am Leben ist? Dafür gebe es Gründe, sagt er.

Lesen Sie mehr zum Thema