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SZ-Kolumne "Bester Dinge":Hairgott Clooney

George Clooney
(Foto: Heiki Saukkomaa)

Wie ein Saugroboter zum Geheimnis von George Clooneys Schönheit wurde.

Von Martin Zips

Dass es sich bei George Clooney um ein Gesamtkunstwerk handelt, kann man schon daran erkennen, dass er bald vom New Yorker Museum of Modern Art geehrt wird. Als Schauspieler, Produzent, Regisseur und Aktivist! Sicher auch als Herrenschnitt.

Zogen frühere Generationen noch auf die bekannte Friseurfrage "Wie darf ich denn schneiden?" Fotos von Cary Grant oder Marcello Mastroianni aus ihrer Hemdtasche, so war es ab den Neunzigerjahren George Clooney, der einer ganzen Generation ihren Kopfbewuchs vorgab. Von welchem Künstler sich dieser Mann wohl frisieren ließ? Endlich hat Clooney sein Geheimnis verraten.

Dem Sender CBS erzählte er, dass er sein Haar seit 25 Jahren mit einer Art Saugroboter in Form bringt. Das Gerät habe er bei einem Shoppingsender bestellt. TV-Shopping ist in den USA sehr beliebt. Sogar Präsidenten bekommt man dort. Ob Clooney sich zwischen all den Galas und Festivals daheim wirklich mit einem Staubsaugeraufsatz die Haare schneidet? Funktioniert die Maschine auch unter den Achseln? Warum hatte Wolfgang Niedecken das Ding noch nicht?

Traurig nur, dass Clooney im kommenden Jahr bereits 60 wird. Da dürfte es auch haartechnisch eher auf Peter Altmaier zugehen. Vorsicht, Clooney! Sollten Sie weiter die silbernen Ähren Ihrer Männlichkeit mit künstlichen Hurrikans aus dem Shoppingkanal traktieren, es dürfte Ihnen bald so ergehen wie dem Schriftsteller Ephraim Kishon, der seinen Haaren am Ende Namen gab. Erst verschwand Gustl, dann Lili und Modche. Am Ende war auch Jossi weg.

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© SZ/zip/afis
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