bedeckt München 15°

Gentrifizierung:Aufgefressen

Der M99 Gemischtwarenladen mit Revolutionsbedarf in der Manteuffelstrasse 99 in Berlin-Kreuzberg.

(Foto: imago stock&people)

Kreuzberg war einmal das Viertel der Revoluzzer Berlins, heute gibt es dort schicke Dachgeschoss-Wohnungen. Nur der Laden von Hans-Georg Lindenau ist noch da - nun aber soll auch er verschwinden.

Von Verena Mayer

Dass es in Kreuzberg einen Laden "für Revolutionsbedarf" gibt, ist nicht besonders ungewöhnlich. Der Berliner Bezirk ist nicht nur für seine langen Nächte bekannt, sondern auch für Bewohner, die sich nicht alles gefallen lassen; also eigentlich gar nichts. In Kreuzberg ist man schneller auf den Barrikaden als jemand "Macht kaputt, was euch kaputt macht" auf eine Häuserwand schmieren kann. Ungewöhnlich ist dagegen, dass es diesen Kreuzberger Laden nun nicht mehr lange geben wird. Der Eigentümer des Hauses hat dem Besitzer gekündigt, der Laden soll geräumt werden. Es sieht schlecht aus für die Revolution.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
50 Jahre Gruner + Jahr
Unter Bertelsmann-Führung
Ende einer Ära
Aktien Börsen Anlage
MSCI World
Der Schummel-Index, dem Anleger vertrauen
Freundinnen
Corona und Freundschaft
Es waren einmal zwei Freundinnen
Zufriedenheit
Anleitung zum Glücklichsein
U.S. President Trump campaigns in Jacksonville, Florida
USA
Trumps verheerende Bilanz
Zur SZ-Startseite