Statistisches BundesamtZahl der Geburten auf niedrigstem Stand der Nachkriegszeit

Lesezeit: 1 Min.

Laut vorläufigen Ergebnissen wurden 2025 in Deutschland etwa 654 300 Kinder geboren, 3,4 Prozent weniger als im Jahr davor.
Laut vorläufigen Ergebnissen wurden 2025 in Deutschland etwa 654 300 Kinder geboren, 3,4 Prozent weniger als im Jahr davor. Fabian Strauch/dpa
  • 2025 wurden in Deutschland etwa 654 300 Kinder geboren, 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr und so wenige wie seit 1946 nicht mehr.
  • Das Geburtendefizit von 352 000 ist das größte der Nachkriegszeit, da die Sterbefälle mit rund 1,01 Millionen die Geburten deutlich übersteigen.
  • Der Rückgang betrifft vor allem die östlichen Bundesländer mit minus 4,5 Prozent, nur Hamburg verzeichnete einen leichten Anstieg von 0,5 Prozent.
Von der Redaktion überprüft

Diese Zusammenfassung wurde mit der Unterstützung einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt. Lesen Sie mehr über unseren Umgang mit KI.

Fanden Sie diese Zusammenfassung hilfreich?
Mehr Feedback geben

Die Geburtenzahl in Deutschland sinkt weiter. Der Rückgang betrifft vor allem die östlichen Bundesländer.

SZ bei Google bevorzugen

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland so wenige Babys geboren worden wie noch nie seit 1946. Die Zahl der Geburten sank zum vierten Mal in Folge, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Vorläufigen Ergebnissen zufolge wurden 2025 etwa 654 300 Kinder geboren, 3,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Die Zahl der Sterbefälle überstieg 2025 mit rund 1,01 Millionen die Zahl der Geburten um 352 000 – dies sei das größte Geburtendefizit der Nachkriegszeit, teilt das Bundesamt mit. Die Behörde verwies zum Hintergrund darauf, dass nun die zahlenmäßig kleinen 1990er-Geburtsjahrgänge in das Alter von Anfang 30 kämen, in dem häufig die Entscheidung für Kinder falle.

Die Entwicklung war wie in den vergangenen Jahren auch 2025 in Deutschland uneinheitlich. Der Rückgang bei den Geburten war in den östlichen Bundesländern mit minus 4,5 Prozent stärker als in den westlichen mit minus 3,2 Prozent. Ausschließlich Hamburg meldete laut Bundesamt mit plus 0,5 Prozent einen leichten Anstieg. Den stärksten Rückgang gab es in Mecklenburg-Vorpommern mit minus 8,4 Prozent.

Auch in anderen europäischen Ländern gab es 2025 weniger Neugeborene, darunter nach vorläufigen Ergebnissen in Frankreich, Österreich, Italien und Schweden. In Spanien, den Niederlanden und Finnland zeichne sich dagegen eine Stabilisierung ab, wie das Bundesamt mitteilt.

Hohes Niveau des Jahres 2021 wohl nicht mehr erreichbar

In Deutschland werde die Geburtenzahl künftig selbst unter günstigen Annahmen voraussichtlich unter dem vergleichsweise hohen Niveau des Jahres 2021 von etwa 795 000 geborenen Kindern bleiben, erklärte das Bundesamt. Dies zeigten Ergebnisse der Bevölkerungsvorausberechnung.

Endgültige und ausführliche Ergebnisse zum Thema Geburten sollen im Juli 2026 vorliegen. Stabil blieb den Angaben zufolge in Deutschland 2025 die Struktur der Geburten: Von allen geborenen Babys waren 46,6 Prozent die ersten Kinder, 34,8 Prozent die zweiten Kinder und 18,6 Prozent die dritten oder weiteren Kinder im Leben der Mutter.

© SZ/dpa/dta - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Geburtshilfe
:Wenn Kreißsäle schließen

Die Zahl der Geburtskliniken in Deutschland hat sich seit 1991 halbiert und soll weiter sinken. Müssen Schwangere sich deshalb Sorgen machen? Wie sich Fahrzeiten entwickeln und was Geburten wirklich sicherer macht.

SZ PlusVon Valentina Reese

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: