FürstenfeldbruckBetrüger erbeuten 360 000 Euro: Polizei warnt vor Anrufen

Eine ältere Frau telefoniert mit einem schnurlosen Festnetztelefon.
Eine ältere Frau telefoniert mit einem schnurlosen Festnetztelefon. Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration

Mehr als 360 000 Euro haben Telefonbetrüger zuletzt im Raum Fürstenfeldbruck von drei Senioren erbeutet. In zwei Fällen gaben sich die Anrufer dabei als...

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Fürstenfeldbruck/Lindau (dpa/lby) - Mehr als 360 000 Euro haben Telefonbetrüger zuletzt im Raum Fürstenfeldbruck von drei Senioren erbeutet. In zwei Fällen gaben sich die Anrufer dabei als Polizeibeamte aus und behaupteten, die Senioren müssten Wertsachen für eine Spurensicherung abgeben, wie die Polizei am Montag mitteilte. In einem Fall habe sich eine Anruferin als Angehörige ausgegeben. So erbeuteten die Betrüger von den Senioren große Mengen Bargeld, Schmuck und Gold.

Die Polizei warnt vor telefonischen Betrugsmaschen und weist darauf hin, dass Polizeibeamte niemals Bürger dazu auffordern, Bargeld oder Wertsachen herauszugeben oder Geldbeträge zu überweisen. Auch rufe die Polizei nie von der Notrufnummer 110 an. Gelegentlich sorgten Betrüger durch technische Tricks dafür, dass auf den Displays der Angerufenen die 110 angezeigt werde.

Dass Telefonbetrüger nicht immer erfolgreich sind, zeigt ein aktueller Fall aus Lindau, den die Polizei am Montag vermeldete: Dort habe ein 87-Jähriger am vergangenen Donnerstag einen Anruf von einer angeblichen Bekannten erhalten, die ihn um einen fünfstelligen Betrag für eine Immobilienversteigerung bat.

Kurz nachdem der Mann ihr das Geld versprochen habe, rief ein vermeintlicher Polizeibeamter bei ihm an und sagte, die Frau sei eine Betrügerin gewesen. Zum Schein solle der Mann aber auf ihre Forderung eingehen und das Geld unter ein Auto legen, das ihm der angebliche Polizist nannte. Als der 87-Jährige den hohen Betrag bereits in bar abgehoben hatte, wurde er schließlich doch misstrauisch und rief die echte Polizei.

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