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Fürst Albert und Charlène in Deutschland:Spreefahrt mit Guido Westerwelle

Wasser ist ihr Element. So passt es gut, dass Außenminister Westerwelle die frühere Profi-Schwimmerin Charlène auf eine Bootsfahrt eingeladen hat. Anlass ist der erste Deutschland-Besuch des noch relativ frischangetrauten Fürstenpaares aus Monaco. Das hat sich mehr vorgenommen als Sightseeing und Smalltalk.

Das Land, dem sie nun ihren ersten gemeinsamen Besuch abstatten, hat den beiden nicht immer die charmantesten Schlagzeilen beschert. "Charlène: So kämpft sie um ihr Glück" etwa, oder "Schwimmt Fürst Albert die Liebe davon?", oder auch: "Böse Intrige im Fürstenpalast?". Und das nur wenige Monate nach der Märchenhochzeit! Weshalb die Schlagzeile für diesen Montag nicht lauten sollte: "Sie kommen". Sondern vielmehr: "Sie kommen trotzdem".

Kurz nach ihrem ersten Hochzeitstag besuchen Fürst Albert von Monaco und seine Frau Charlène also in dieser Woche Deutschland. Der Besuch in Berlin und Stuttgart solle die engen Beziehungen zwischen Deutschland und Monaco vertiefen, teilte das Fürstenhaus vorab mit. Für Adels-Anhänger gibt es nur wenige Gelegenheiten, einen Blick auf Charlènes neue Kurzhaarfrisur zu erhaschen: Olympia-Schwimmerin hin oder her, das Bad in der Menge ist ihre Sache nicht.

Das Fürstenpaar wurde bereits am Sonntag in Berlin erwartet. Der 54-jährige Albert und die 20 Jahre jüngere Charlène wohnen im Hotel Adlon. Für Montag sind Treffen mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Außenminister Guido Westerwelle (FDP) geplant. Westerwelle empfängt die Monegassen zu einer Spree-Rundfahrt. Mit an Bord sind auch Westerwelles Mann Michael Mronz sowie "geladene Gäste aus Politik und Gesellschaft". Bundespräsident Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt treffen die fürstlichen Gäste gleich zweimal: zur Begrüßung am Montagmorgen - und zum abendlichen Festessen in Schloss Bellevue. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) läuft am frühen Nachmittag mit dem hohen Besuch durchs Brandenburger Tor.

Albert II. wolle nicht nur Sightseeing und Smalltalk machen, heißt es. Besonders in dem Gespräch mit Schäuble dürften Themen zur Sprache kommen, die früher brisant waren, heute aber als weithin entschärft gelten. So war es Berlin über Jahre ein Dorn im Auge, dass reiche Deutsche Monaco als Steueroase nutzten. Seit 2010 existiert ein Steuerinformationsabkommen zwischen den Ländern. Beim aktuellen Treffen dürfte also Einvernehmen herrschen. Am Dienstag fliegen Albert und Charlène dann weiter nach Stuttgart.