SZ-Kolumne "Bester Dinge":Halleluja, ein Führerschein

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(Foto: Twitter/MbalulaFikile)

In Südafrika gibt es nur einen einzigen Drucker für Führerscheine, doch das Gerät war seit Monaten kaputt. Nun gibt es ein Happy End.

Von Alexander Menden

Manche Menschen glauben ja, ein gültiger Führerschein sei optional beim Lenken eines Autos. Zum Beispiel solche, die ihn wegen zu vieler Punkte in Flensburg abgeben mussten, aber auf die eigenhändig gesteuerte Fahrt zur Kneipe nicht verzichten möchten. Solche Menschen sollten vielleicht überhaupt nicht Auto fahren, mit oder ohne Führerschein. Es gibt auch die, die sich angeblich nicht trauen, die Prüfung zu machen, aber dennoch einen Aston Martin steuern, wie der Dortmunder Fußballprofi Marco Reus. 2014 fiel das der Polizei erst nach mehreren Verkehrskontrollen auf.

Was aber, wenn man - wie Reus dann doch noch zwei Jahre darauf - die Führerscheinprüfung besteht, aber trotzdem nicht fahren darf, weil die entsprechende Behörde keine Fahrerlaubnis ausstellen kann? So geschehen in Südafrika. Dort brach im vergangenen November der einzige Führerscheindrucker des Landes zusammen. Ein echtes Problem, verschlimmert dadurch, dass in Südafrika der Führerschein alle fünf Jahre erneuert werden muss. Hunderttausende Autofahrer, deren Lappen abgelaufen waren, agierten beim Bewegen ihres Fahrzeugs (schuldlos) illegal, weil die Maschine, die in den Neunzigerjahren angeschafft worden war, keinen Nachschub lieferte. Sie musste extra in Deutschland repariert werden.

Nun aber hat Verkehrsminister Fikile Mbalula die gute Nachricht verkündet: "Wir sind wieder in Betrieb, wir arbeiten sehr hart - Halleluja", sagt er in einem Twitter-Video, das er während eines Druckereibesuchs aufgenommen hat. Demnächst soll sogar ein nagelneuer Drucker angeschafft werden. Die Ausrede "Maschine kaputt" zieht also künftig nicht mehr.

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