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Unglück in Freudenberg:Zweites Todesopfer nach Bratpfannen-Explosion bei Dorffest

Freudenberg - Explosion bei einem Brauchtumsfest 2019

Die Explosion beim Dorffest in Freudenberg war so stark, dass Plastikbehältnisse schmolzen.

(Foto: Rene Traut/dpa)
  • Mehr als zwei Wochen nach der schweren Explosion bei einem Fest in Freudenberg-Alchen ist am Donnerstagabend eine 31-jährige Frau ihren Verletzungen erlegen.
  • Die Frau ist das zweite Todesopfer: Am Tag nach dem Unglück ist bereits eine 67-jährige Dorfbewohnerin gestorben.
  • Die Bratkartoffelpfanne ist laut Polizei aufgeplatzt und heißes Öl in die Flammen geschleudert worden.

Nach der Explosion einer riesigen Bratpfanne bei einem Dorffest in Freudenberg-Alchen am 8. September ist am Donnerstag eine zweite Person an den Folgen ihrer Verletzungen gestorben. Am Donnerstagabend erlag eine 31-Jährige in einer Spezialklinik ihren Verletzungen. Das erste Opfer war eine 67-Jährige Dorfbewohnerin, die bereits am Tag nach dem Unglück ihren Verletzungen erlag.

Bei der Bratpfanne handele es sich um einen doppelwandigen Eigenbau mit einem Zwischenraum, der eine bessere Wärmeverteilung ermöglichen sollte, so die Polizei. Die Pfanne sei aufgeplatzt und es sei eine heiße Flüssigkeit aus dem gefüllten Zwischenraum herausgeschleudert worden in die Flamme unter der Pfanne. Dabei habe es sich vermutlich um Öl gehandelt. Ähnlich wie bei einem Autovergaser habe dieses explosive Gemisch gezündet.

Warum die Bratpfanne versagte, die mehrere Jahre funktioniert haben soll, müsse aber noch ermittelt werden, sagte der Polizeisprecher. So kämen ein technischer Defekt oder ein Bedienfehler in Betracht. Die Ermittler gingen unter anderem auch der Frage nach, wer die riesige Pfanne, die sehr professionell gemacht sei, vor Jahren gefertigt habe. Falls es mehrere davon geben sollte, sei möglicherweise vor einer Gefahr zu warnen.

Vier weitere Menschen, die nach der Verpuffung im Siegerland zwischenzeitlich in Lebensgefahr schwebten, ging es etwas besser, hieß es bei der Polizei.

Beim sogenannten "Backesfest" wird traditionell eine alte dörfliche Backstube in Betrieb genommen. Der Knall der Verpuffung war laut Feuerwehr bis in die angrenzenden Ortschaften zu hören. Augenzeugen und Gäste des ehrenamtlich organisierten Festes in der kleinen Ortschaft zeigten sich tief betroffen. Zwischen 100 und 150 Menschen waren zum Zeitpunkt des Unglücks vor Ort. Zur Mittagszeit sollten Bratkartoffeln aufgetischt werden.

© SZ.de/dpa/bepe/leja/muth/mpu
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