In der französischen Stadt Caen ist ein Fahrer mit seinem Auto übereinstimmenden Medienberichten zufolge nach einem Streit in eine Menschenmenge gerast. Bei dem Vorfall an einer Bushaltestelle in der Nähe des Bahnhofs am späten Mittwochabend sind zwei Menschen getötet worden, berichten französische Medien unter Berufung auf Polizei und Feuerwehr. Ein Mann verstarb vor Ort, ein weiterer am Donnerstagmorgen im Krankenhaus. Zehn Menschen wurden demnach verletzt, vier davon schwer.
Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest. Er war zuvor geflüchtet. Die Ermittler gehen nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass es einen Streit in einer Bar gegeben habe. Der Tatverdächtige soll dann in sein Auto gestiegen und in eine Menschengruppe gefahren sein, in der sich auch Personen befanden, mit denen er vorher Auseinandersetzungen gehabt hatte.
Die Behörden gehen nicht von einem Terrorverdacht aus. „Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes und schwerer Körperverletzung mit einer Waffe eingeleitet“, erklärte der stellvertretende Staatsanwalt von Caen. „Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir nicht a priori von einem terroristischen Motiv aus, aber die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang.“ Der Tatverdächtige soll zuvor wegen Verkehrsdelikten aufgefallen und tschetschenischer Herkunft sein. Bei einem der Toten soll es sich um einen Afghanen handeln.

