Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Mit Geständnissen der beiden Angeklagten hat vor dem Landgericht Frankfurt ein Prozess um den Handel mit verbotenen Anabolika-Substanzen für die Bodybuilding-Szene begonnen. Die beiden 38 und 42 Jahre alten Angeklagten räumten am Montag ein, zwischen November 2014 und Juli 2015 in fünf Fällen Großhandelsmengen von Anabolika an Abnehmer in mehreren europäischen Ländern weiterverkauft zu haben. Die Mittel stammten aus China, von wo aus sie mittels eines ukrainischen Hintermanns nach Deutschland geschickt worden waren.
Der 38-Jährige gab vor Gericht an, rund 10 000 Euro für die Weiterleitung der Mittel erhalten zu haben. Er habe sich aufgrund privater Geldsorgen an den verbotenen Geschäften beteiligt, ansonsten aber mit der Szene nichts zu tun. Der Anklage zufolge wurden die Anabolika-Ampullen zwischen anderen Gegenständen versteckt und als „Handelsware“ deklariert. Über telefonische Überwachungsmaßnahmen kam die Polizei den Angeklagten auf die Spur und fing etliche Pakete nach ihrer Aufgabe bei Zustellfirmen ab. Die Wirtschaftsstrafkammer hatte ursprünglich elf Verhandlungstage bis Mitte Dezember terminiert, wegen der Geständnisse könnte der Prozess nun allerdings schon früher zu Ende gehen.
