bedeckt München 27°

Fragen und Antworten zum Dioxin-Skandal:Welche Lebensmittel sind betroffen?

Über Eier, Fisch, Fleisch, Milch und die daraus entstehenden Produkte nehmen Menschen 95 Prozent allen Dioxins auf. Eier sind oft betroffen, da Hühner das Dioxin nicht nur über verseuchtes Futter aufnehmen, sondern auch, indem sie Erdkrumen vom Boden aufpicken. Auch in verarbeiteten Produkten bleibt Dioxin erhalten.Daher untersuchen die Behörden derzeit auch Fertigprodukte wie Eis, Tiefkühl-Kuchen oder Nudeln, für deren Herstellung womöglich dioxinbelastete Eier oder Eipulver verwendet wurden. Möglich ist auch, dass Schweine und Puten das verseuchte Futter erhalten haben - das RKI hält das für nicht ausgeschlossen.Generell müssen Verbraucher bei allen Nahrungsmitteln mit einer Grundbelastung durch Dioxin rechnen. Auch auf pflanzlichen Lebensmitteln wie zum Beispiel Salat kann sich Dioxin wie ein Film ablagern. Fünf Prozent allen Dioxins, das ein Mensch im Lauf seines Lebens zu sich nimmt, stammen von pflanzlichen Produkten.Dioxin lagert sich im Fettgewebe ab. Daher sind Produkte mit hohem Fettgehalt besonders anfällig: Schweinespeck mehr als Muskelfleisch, Eidotter mehr als Eiweiß. Fettreiche Fische wie Aal, Lachs oder Makrele sowie die Leber verschiedener Tiere gelten ebenfalls als anfällig für eine hohe Dioxin-Belastung.