Fortsetzung im JustizskandalGefälligkeiten im Gefängnis für Sex im Büro? - Neue Anklage

Lesezeit: 1 Min.

Der Justizskandal aus Schleswig-Holstein findet eine Fortsetzung in Niedersachsen. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Anklage erhoben. (Archivbild)
Der Justizskandal aus Schleswig-Holstein findet eine Fortsetzung in Niedersachsen. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Anklage erhoben. (Archivbild) Moritz Frankenberg/dpa

In einer Jugendanstalt in Schleswig-Holstein sollen zwei Frauen ein Verhältnis mit jungem Häftling gehabt haben. Beide wurden dafür schon bestraft. Jetzt ist der Fall in Niedersachsen gelandet.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

SZ bei Google bevorzugen

Salzgitter/Schleswig (dpa) - Döner und Zigaretten gegen Sex im Gefängnis? - Ein 19-Jähriger aus Salzgitter ist von der Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen Bestechung angeklagt worden. „Dem Angeschuldigten wird vorgeworfen, im Zeitraum April 2024 bis Oktober 2024 zwei Mitarbeiterinnen einer JVA bestochen zu haben“, sagte Behördensprecher Christian Wolters. 

Über die neue Bestechungs-Anklage vor dem Jugendschöffengericht Salzgitter hatten zuvor mehrere Medien berichtet. Für verbotene Annehmlichkeiten oder geschönte Beurteilungen soll es laut Staatsanwaltschaft zu Sex in den Büros unter anderem während der Therapiestunden gekommen sein. 

Jugendlicher saß wegen Raubes mit gefährlicher Körperverletzung

Der damals 17-Jährige saß unter anderem wegen Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in der Jugendanstalt Schleswig in Schleswig-Holstein. Für die beiden früheren Mitarbeiterinnen der Jugendanstalt Schleswig hatte ihr Verhalten bereits juristische Konsequenzen. Das Schleswiger Amtsgericht erließ Strafbefehle wegen Bestechlichkeit und Missbrauch von Gefangenen. 

Für eine ehemalige Anstaltspsychologin wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft Kiel von Mai 2025 eine Freiheitsstrafe von neun Monaten auf Bewährung festgesetzt. Im Falle einer ehemaligen Abteilungsleiterin beträgt das Strafmaß sieben Monate auf Bewährung. Beiden wurde damals als Bewährungsauflage die Zahlung von 1.000 Euro an die Landeskasse auferlegt.

Anonymer Anrufer deckt Justizskandal auf 

Aufgedeckt wurde das Verhältnis laut Staatsanwaltschaft durch einen anonymen Anrufer bei der Kriminalpolizei Lübeck und beim Polizeirevier Schleswig. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen hatte das Kieler Justizministerium die Leiterin der Jugendanstalt aus Fürsorgegründen für zunächst sechs Monate abgeordnet. Im März 2025 beschäftigten die Vorwürfe gegen die beiden Ex-Mitarbeiterinnen auch den Innen- und Rechtsausschuss des Landtags.

Mehrere Medien griffen den Justizskandal in Schleswig-Holstein größer auf, der nun wegen des neuen Wohnortes des 19-jährigen Angeklagten eine juristische Fortsetzung in Niedersachsen findet. Nach den Berichten wehrt sich der Angeklagte über seinen Anwalt gegen die Vorwürfe. Einen Verhandlungstermin soll es noch nicht geben.

© dpa-infocom, dpa:260430-930-15469/2

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

SZ Stellenmarkt
:Entdecken Sie attraktive Jobs

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: