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Flugzeugabsturz:Russische Ermittler gehen nicht von Terroranschlag aus

Russian Defence Ministry plane crash in Sochi

Trauer um die Opfer: eine Frau mit einer Kerze in der Nähe von Sotschi

(Foto: dpa)
  • Die Tupolew Tu-154 sollte Mitglieder des berühmten Alexandrow-Militärchores nach Syrien fliegen. Doch kurz nach dem Start stürzte das Flugzeug ab.
  • Laut russischem Verkehrsminister vermuten die Ermittler nun, dass technisches Versagen oder ein Pilotenfehler ursächlich für das Unglück sind.

Zwei Minuten nach dem Start stürzte die Maschine ins Schwarze Meer: Ein Pilotenfehler oder technisches Versagen sind vermutlich für den jüngsten Absturz einer Militärmaschine mit 92 Menschen an Bord verantwortlich, sagt der russische Verkehrsminister Maxim Sokolow. Ein Terroranschlag gelte als weniger wahrscheinlich, sagte Sokolow im russischen Fernsehen. Die Regierung sehe keine Notwendigkeit für stärkere Sicherheitsmaßnahmen auf russischen Flughäfen, erklärte Sokolow.

Die Suche nach den Opfern des Absturzes wurde am Montag fortgesetzt. Mehr als 3000 Rettungskräfte auf 32 Schiffen seien daran beteiligt, darunter mehr als 100 Taucher, erklärte das Verteidigungsministerium. Unter starkem Flutlicht suchten sie in der Nacht nach Trümmern und Leichen. 16 Tote wurden bisher geborgen.

Die Maschine des russischen Verteidigungsministeriums war am Morgen in Sotschi mit Ziel Syrien gestartet. Das Flugzeug war eine Tupolew Tu-154. Unter den Passagieren waren auch Mitglieder des weltbekannten Alexandrow-Militärchores sowie die für ihre wohltätige Arbeit bekannte russische Ärztin Jelisaweta Glinka. Bei dem Absturz kamen vermutlich alle Menschen an Bord ums Leben.

Für diesen Montag ordnete Präsident Wladimir Putin Staatstrauer an. Zudem hatte er am Vortag eine umfassende Aufklärung der Unglücksursache und Hilfe für Hinterbliebene zugesagt.

© SZ.de/AP/bbr

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