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Schnee und Eis in NRW:1000 Autounfälle und ein vorübergehend lahmgelegter Flughafen

Schnee in Köln

Unter Schnee:Schirm: eine Fußgängerin am Morgen in Köln.

(Foto: dpa)
  • Seit Mittwoch sorgt starker Schneefall in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens für Verkehrschaos.
  • Am Flughafen Köln/Bonn entfielen Flüge, bis auf weiteres ist der Flugverkehr wieder aufgenommen.
  • Stark betroffen war auch der Verkehr in den Städten in der Rheinregion wie Köln, Wuppertal oder Bonn.
  • Die Polizei hat innerhalb von 24 Stunden 1000 Verkehrsunfälle registriert.

Im Südwesten und Westen Deutschlands hatte am Donnerstagmorgen erneut starker Schneefall eingesetzt. Im morgendlichen Berufsverkehr gab es am Donnerstag auf den Straßen unter anderem in Rheinland-Pfalz und Teilen Nordrhein-Westfalens Behinderungen durch Schnee und Eis. In weiten Teilen war der Verkehr, auch der Flugverkehr, stark beeinträchtigt.

Seit dem Morgen waren am Airport Köln/Bonn keine Starts und Landungen mehr möglich, bestätigt eine Sprecherin. Insgesamt 16 Flüge wurden gestrichen. Am späten Vormittag ist der Verkehr wieder aufgenommen worden. Dennoch kam es in Folge der Unterbrechung im Tagesverlauf noch zu Unregelmäßigkeiten im Flugplan. Landebahnen und Vorfelder mussten hatten vom Schnee freigeräumt werden müssen, sagte eine Sprecherin am Morgen.

Heftige Schneefälle hatten am Donnerstagmorgen Köln teilweise lahmgelegt. Auf den Kölner Straßen kam es zu mehreren Unfällen, unter anderem auf der A4 bei Klettenberg mit drei beteiligten Autos. Das führte zu mehreren Kilometern Stau. "Ansonsten war es im Stadtbereich relativ ruhig", sagte ein Polizeisprecher. Es habe mehrere Unfälle gegeben, aber immer nur mit Blechschaden. "Die Leute fahren langsam, aber nicht langsam genug", mahnte er. "Einen Riesen-Verkehrskollaps oder sowas haben wir nicht gehabt." Zu Verspätungen kam es bei den Straßenbahnen.

Schnee am Flughafen Köln/Bonn

Reisende warten im Terminal auf ihre Flüge, während draußen Schneefall Starts- und Landungen blockiert.

(Foto: dpa)

Tief verschneit zeigte sich auch Bonn. Innerhalb von drei Stunden verzeichnete die Polizei 30 schneebedingte Unfälle. Die Streuwagen kamen wegen der vielen Staus oft nicht durch. "Wir hatten auch Schneelast, also große Äste, die auf die Fahrbahn gefallen sind", sagte ein Polizeisprecher. "Gott sei Dank, wenn's Verletzte gab, dann bislang nur leichtere Verletzungen."

In Wuppertal hatte der Busverkehr Probleme, vor allem bei Steigungen. Der Zoo der bergischen Stadt blieb geschlossen: Schwere Schneelast auf dem alten Baumbestand und rutschige Wege an den steilen Hängen seien ein zu hohes Risiko für Besucher, teilte die Stadt mit.

Auch in anderen Teilen von Nordrhein-Westfalen machte den Autofahrern die Witterung zu schaffen. Auf den Pendlerstrecken habe es teils "erhebliche Staus" geben, sagte ein Sprecher der Polizei in Düsseldorf. Laut WDR-Staumelder stockte der Verkehr am Morgen in ganz NRW zeitweise auf einer Gesamtlänge von rund 400 Kilometern.

Durch Schnee und Eis gab es von Mittwochfrüh bis Donnerstagfrüh mehr als 1000 Verkehrsunfälle in NRW, wie die Polizei mitteilte. Dabei wurden 14 Menschen schwer und 63 leicht verletzt. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf mehr als drei Millionen Euro.

Dem Deutschen Wetterdienst zufolge dauert das eisige Wetter noch an. Am Donnerstagmorgen sollen vom Rheinland bis zum Ruhrgebiet und Rothaargebirge ein bis vier Zentimeter Schnee fallen. Am Nachmittag und Abend soll es nur noch vom Münsterland bis nach Ostwestfalen vereinzelt Schnee geben. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen ein und drei Grad. In der Nacht zum Freitag kann es dann abermals zu leichtem Schneefall mit Glättegefahr kommen.

© SZ.de/dpa/AFP/aner/pvn
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