Florida Schlangenjäger fangen mehr als fünf Meter langen Python

Stolz posiert einer der Fänger mit dem Riesenpython.

(Foto: South Florida Water Management District/CC BY-ND 2.0)
  • Im Nationalpark Everglades in Florida wurde eine mehr als fünf Meter lange Riesenschlange gefangen.
  • Behörden fordern mit Programmen und Wettbewerben zur Jagd der Tiere auf.

Stattliche 5,3 Meter ist der Riesenpython lang, den Schlangenjäger im Nationalpark Everglades in Florida gefangen haben. Etwa 60 Kilogramm bringt das Weibchen auf die Waage. Für den Mann in kurzer Hose und T-Shirt, der einen Teil des Schlangenschwanzes schulternd auf einem Foto posiert, ist der Fang ein echter Rekord. Sein Bild bei Twitter geht um die Welt. Für das Reptil bedeutet es das Ende. Es wird wohl eingeschläfert.

Während der Tigerpython in Asien vom Aussterben bedroht ist, gilt er in Florida inzwischen als Plage. Ausgewilderte Haustiere haben sich explosionsartig vermehrt, weil ihnen in Florida natürliche Feinde fehlen. Behörden sehen den Python als Bedrohung für andere Tierarten. Sie genehmigen nicht nur seine Jagd, sondern fördern sie zum Teil sogar mit Wettbewerben und Geldpreisen.

In den Everglades gehen seit März 2017 Freiwillige auf die Jagd, um die Würgeschlangen zu töten. "Python-Eliminationsprogramm" nennt sich dieser etwas andere Dienst an der Gesellschaft. Erst im Mai verkündete die Umweltbehörde die Tötung des tausendsten Python. Mittlerweile zählt sie auf ihrer Internetseite mehr als 1800 getötete Schlangen. Sie alle werden gewogen und gemessen. Die meisten sind kaum einen Meter lang.

Schlangen, die wie beim aktuellen Fund auf mehr als 17 Fuß (umgerechnet 5,1 Meter) Länge kommen, sind für die Jäger eine Seltenheit. Am Ende aber geht auch diese Riesenschlange in der sorgsam gepflegten Erfolgsstatistik des "Eliminationsprogramms" unter: Auf insgesamt 3576 Meter summiert sich die Länge aller gefangenen Tiere aktuell.