Fußball-WMDie Ringe der Fußballmacht

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Ein bisschen klobig, leuchtet aber ganz nett: einer der 2026 Fifa-Ringe.
Ein bisschen klobig, leuchtet aber ganz nett: einer der 2026 Fifa-Ringe. Screenshot Fifa

Die Fifa will erstmals dem Siegerteam einer Fußball-WM Ringe schenken. Insgesamt 2026 von den Dingern hat sie schmieden lassen. Sie dürften Geld einbringen – aber auch Glück?

Von Martin Zips

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Wie die Geschichte zeigt, sollte der Mensch immer gut aufpassen, von wem er sich in seinem Leben einen Ring anstecken lässt. Er könnte dadurch in eine gewisse Abhängigkeit geraten, die er später noch bereut.

Die Fifa möchte am Sonntag dem Gewinnerteam der Fußball-WM 30 Ringe überreichen. Also zusätzlich zu Pokal und Medaillen. Insgesamt, so heißt es, seien 2026 Ringe hergestellt worden, sie wirken auf Fotos ein bisschen klobig, leuchten aber nett. Nach dem Spiel Argentinien gegen Spanien werden dann noch 1996 Ringe übrig bleiben, welche der Fifa im Einzelverkauf ein paar US-Dollar zusätzlich einbringen dürften. Viele Fans sind ja wie verrückt nach solchen Devotionalien. Da dürfte die Rechnung schon aufgehen.

In der Mythologie brachten Ringe ihren Trägern nicht immer Glück, ob diese nun Hagen oder Frodo hießen

Grundsätzlich ist zu Ringen zu sagen, dass diese in der Geschichte immer gerne als sogenanntes „Unterpfand“ verwendet wurden, also als eine Art Treuesymbol, zum Beispiel bei Ordensleuten. Ist es bei ihnen die geistige Vermählung mit ihrem göttlichen „Erlöser“, so lässt sich ein Ring am Finger eines Fußballfans entweder als Vermählung mit der Sportart, einem Team, einer Nation oder mit Fifa-Präsident Gianni Infantino deuten. In den USA hat die Ringübergabe in den vier großen Sportligen NFL, NBA, NHL und MLB bereits seit Jahrzehnten eine hübsche Tradition. Allerdings brachten in der Mythologie Ringe ihren Trägern, ob die nun Hagen, Frodo oder Polykrates hießen, keineswegs immer nur Glück. Der Mensch sollte sein Leben daher nicht nur auf sie (sowie auf weiteres Anstecknadeltum, wie man es zum Beispiel auf Parteitagen beobachten kann) ausrichten. Denn das könnte ihn für andere wichtige Dinge blind machen.

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