Süddeutsche Zeitung

Festtage:Bis Sonntag Wild West in Karl Mays Wahlheimat Radebeul

Lesezeit: 1 min

Der Lößnitzgrund in Radebeul wird alljährlich temporär zum Wilden Westen. In der Westernstadt auf Zeit Little Tombstone gibt es am Wochenende auch Banküberfälle und Schießereien - fiktiv.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Radebeul (dpa/sn) - Mit Linedance und Country-Musik beginnen am Freitagabend die diesjährigen Karl-May-Festtage in Radebeul. Bis zum Sonntag wird der Lößnitzgrund dafür temporär zum Wilden Westen. Mit der 31. Ausgabe des traditionellen Spektakels sollen Mays Vision einer zeitlosen und ortsunabhängigen Menschlichkeit und seine Faszination für fremde Kulturen spürbar werden, bei Begegnungen und Abenteuern auf dem Friedenspfad. Erwartet werden nach Rathausangaben wieder etwa 30.000 Besucher.

Zwei Tage lang kann die ganze May-Welt erkundet werden vom Orient über den Wilden Westen bis zur Goldwäsche. Das Programm reicht von Country-Musik und Tänzen der Navajo über eine Kostprobe des neuen Abenteuerstücks „Shatterhand“ der Landesbühnen Sachsen vor der Uraufführung bis zu Gesprächen am Lagerfeuer und der Sternreiterparade durch die Stadt.

Es gibt zudem ein Wiedersehen mit Apachen-Häuptling Winnetou und Old Shatterhand sowie Kara Ben Nemsi aus dem Orient vor, die der Fantasie des Autors entsprangen. Vertreter des White Mountain Apache Tribe aus Arizona gewähren indes authentische Einblicke in ihre Kultur und Tradition. Und in Little Tombstone stellen die Western-Vereine das Leben der Siedler im 19. Jahrhundert nach - in authentischer Kleidung, Banküberfällen und Schießereien.

Die Festtage in Erinnerung an Autor Karl May (1842-1912) und seine Bücher haben jährlich nach Himmelfahrt Tradition. Er lebte von 1888 bis zu seinem Tod in Radebeul und verfasste dort wesentliche Teile seines Gesamtwerks. In seinem einstigen Wohnhaus Villa Shatterhand, das May 1895 kaufte, und der 1926 dazu gebauten Villa Bärenfett erinnert ein Museum daran. Es war 1928 von seiner Witwe Klara mit der bis heute erhalten gebliebenen Sammlung des Indianerfreundes Patty Frank eröffnet worden.

© dpa-infocom, dpa:240510-99-981233/3

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-240510-99-981233
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
Direkt aus dem dpa-Newskanal