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Ferkel entkommt dem Schlachthaus:Ein Schweinchen namens Yoda

Ferkel Yoda, Schwein, Tier

Ferkel Yoda fühlt sich sauwohl in seiner neuen Heimat.

(Foto: Wishing Well Sanctuary)

Sprung ins Glück: Ein mutiges Ferkel springt aus dem Lastwagen, der es zu einem Mastbetrieb bringen sollte. Das Schweinchen hat die todesmutige Aktion fast unbeschadet überstanden. Seine Tapferkeit wurde mit rosigen Zukunftsaussichten belohnt - und einem Pulli.

Von Sascha Gorhau

Am Ende setzt sich der Drang nach Freiheit doch durch. Dem ist nun auch ein Ferkel aus Kanada gefolgt - und wurde für seinen Todesmut mit einem zweiten Leben belohnt. Seine Freiheitsliebe hat es vor dem Schlachthaus bewahrt.

Am Donnerstag vor einer Woche war es zusammen mit anderen unglückseligen Schweinen schon todgeweiht: In einem Laster wurden die Tiere in Richtung der kanadischen Stadt Quebec transportiert. Dort sollten sie auf einer Farm gemästet und schließlich getötet werden.

Geistesgegenwärtig erkannte das Ferkel die Situation. Durch ein kleines Loch im Boden des Lkw bahnte sich das Schweinchen seinen Weg in die Freiheit. Es purzelte durch die Öffnung auf die Straße und rollte an den Wegesrand. Autofahrer hinter dem Truck alarmierten die Polizei. Die Beamten schalteten eine Tierbehörde ein, die schließlich mittels eines Aufrufs in einem Online-Netzwerk für Tierliebhaber Unterschupf für das Ferkel fand.

Ein neuer Pulli für ein neues Leben

Ferkel Yoda

Ferkel Yoda in seinem neuen Ringelpulli

(Foto: Facebook)

Seitdem wohnt Yoda - diesen Namen haben die Pfleger ihm gegeben - im Wishing Well Animal Sanctuary nördlich von Toronto. Brenda Bronfman hat das tierische Sanatorium vor zwei Jahren eröffnet und beschreibt das Tier als quicklebendig: "Er liebt es, im Schoß von Menschen zu liegen. Er ist ein kleiner Engel", sagte Bronfman dem kanadischen Rundfunksender CBC .

Der Pflegerin zufolge hat Yoda lediglich ein paar Schrammen erlitten, bescheinigt ihm inzwischen allerbeste Gesundheit. Damit das auch so bleibt, hat Bronfman dem Schweinchen einen Pulli besorgt, der es warmhält.

Auch ansonsten sind die Aussichten für das mutige Ferkel großartig: Statt in einem Schlachthaus nur noch ein kurzes Dasein zu fristen, wird Yoda den Rest seines Lebens zusammen mit anderen Schweinen auf der Farm verbringen können. "Es ist immer jemand da, und er wird für den Rest seines natürlichen Lebens all die Liebe bekommen, die er braucht," sagte Brenda Bronfman.

Wer sich ein Bild von Yodas neuem Leben machen will, findet auf der Homepage des Wishing Well Sanctuary viele Eindrücke von der Farm und seinen tierischen Bewohnern.

© Süddeutsche.de/pje

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