Gleitschirm-Absturz in ItalienStaatsanwalt: Baumgartner-Absturz auf menschliches Versagen zurückzuführen

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Baumgartner war am 17. Juli in der Nähe des Badeorts Porto Sant’Elpidio ums Leben gekommen (Archivbild).
Baumgartner war am 17. Juli in der Nähe des Badeorts Porto Sant’Elpidio ums Leben gekommen (Archivbild). (Foto: Caroline Seidel/picture alliance / dpa)
  • Die Staatsanwaltschaft Fermo gibt an, dass Felix Baumgartners tödlicher Gleitschirm-Absturz am 17. Juli auf menschliches Versagen zurückzuführen ist.
  • Ein technisches Gutachten ergab, dass der Gleitschirm einwandfrei war und Baumgartner während einer Sturzspirale nicht die vorgesehene Rettungstechnik anwandte.
  • Der Extremsportler, der 2012 mit seinem Sprung aus der Stratosphäre weltberühmt wurde, verunglückte mit 56 Jahren in Porto Sant'Elpidio in Italien.
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Mit seinem Sprung aus der Stratosphäre wurde Felix Baumgartner 2012 weltberühmt. Fast drei Monate nach seinem tödlichen Absturz in Italien ist die Ursache für das Unglück nun geklärt.

Fast drei Monate nach dem tödlichen Absturz des österreichischen Extremsportlers Felix Baumgartner an der italienischen Adriaküste bestätigt jetzt die Staatsanwaltschaft der Stadt Fermo die Ursache für das Unglück. Demnach ist der Absturz mit einem motorisierten Gleitschirm auf menschliches Versagen zurückzuführen. Dies teilte Staatsanwalt Raffaelle Iannella auf dpa-Anfrage mit, zuvor hatte die Bild-Zeitung berichtet.

Ein technisches Gutachten habe ergeben: Der von Baumgartner genutzte Gleitschirm befand sich in einem einwandfreien Zustand und wies keinerlei Mängel auf, so Iannella. Während des Fluges sei es zu einem raschen Höhenverlust gekommen, als eine Sturzspirale eingesetzt habe. Daraus habe sich der gebürtige Salzburger nicht heraussteuern können. Erst kurz vor dem Aufprall am Boden wurde der Rettungsschirm ausgelöst.

Verfahren soll eingestellt werden

Aus dem Gutachten geht laut Iannella außerdem hervor, dass Baumgartner während der Sturzspirale nicht die „vorgesehene Technik zur Wiederherstellung einer stabilen Fluglage“ angewandt habe. Geholfen hätte ein „konsequentes und kräftiges Ziehen“ an der rechten Steuerleine. Dies resultierte letztlich in dem Kontrollverlust über das Fluggerät.

Nun will die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens beantragen. Die Familie von Baumgartner habe das technische Gutachten bereits übermittelt bekommen, so Iannella.

Baumgartner war am 17. Juli in der Nähe des Badeorts Porto Sant’Elpidio ums Leben gekommen, wo er mit seiner Lebensgefährtin im Urlaub war. Er prallte gegen eine Holzhütte im Poolbereich einer Ferienanlage. Alle Versuche, ihn zu reanimieren, blieben ohne Erfolg. Es war zunächst vermutet worden, dass Baumgartner durch einen Schwächeanfall die Kontrolle über den Paraglider verloren hatte. Bei seinem Tod war er 56 Jahre alt.

Weltbekannt für Sprung aus 39 Kilometer Höhe

2012 hatte Baumgartner mit einem Sprung aus 39 Kilometer Höhe in der Stratosphäre auf die Erde weltweit Schlagzeilen gemacht. Im Fernsehen und im Internet sahen viele Millionen Menschen live zu, wie er sich in die Tiefe stürzte. Dabei erreichte der Österreicher eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 1300 Kilometer pro Stunde.

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SZ PlusVon Korbinian Eisenberger und Martin Zips

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