Familientragödie in Sinsheim Todesschütze besaß 20 Waffen

Einen Tag nach dem Familiendrama im nordbadischen Sinsheim mit drei Toten ist das Motiv weiterhin unklar. Geklärt ist dafür, woher die Tatwaffe stammt.

Der 48-Jährige, der am Freitag im nordbadischen Sinsheim seine Frau, seinen Sohn und sich selbst erschossen haben soll, hat legal 20 Schusswaffen und mehrere auswechselbare Pistolenläufe zu Hause gelagert: Er war Mitglied in einem Schützenverein.

Am Samstagnachmittag sollten in Heidelberg die Leichen obduziert werden. Die Untersuchungen könnten sich einige Zeit hinziehen, bevor Ergebnisse vorlägen, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Möglicherweise hatte der 48-jährige Inhaber einer Baufirma große Sorgen. In dem kleinen Ort war bekannt, dass das Unternehmen der Familie schon seit längerer Zeit insolvent war. Außerdem wurde am Freitag im Nachbarort der Vater des Täters beerdigt.

Als die Trauerfeier um 13.00 Uhr begann, war der Sohn mit seiner Familie schon seit rund zwei Stunden tot. Ob der Abschiedsbrief, den der 48-Jährige hinterlassen hatte, mehr über die Motive für die Tat verrät, wurde zunächst nicht bekannt. Die Polizei machte keine Angaben über den Inhalt des Schreibens.