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Fall Mirco:Polizei sucht nach VW Passat

Acht Wochen nach dem Verschwinden des elfjährigen Mirco aus Grefrath hat die Polizei eine heiße Spur. Die Ermittler suchen nach einem VW Passat, mit dem der Täter unterwegs gewesen sein könnte.

Endlich ein Fahndungserfolg: Acht Wochen nach dem Verschwinden des elfjährigen Mirco im niederrheinischen Grefrath hat die Polizei nach eigenen Angaben eine heiße Spur. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter mit einem Kombi des Typs VW Passat unterwegs war, teilte die Polizei in Mönchengladbach mit. Dies habe ein Abgleich von Hinweisen mit der Rekonstruktion der Fahrzeugbewegungen zur Tatzeit am 3. September ergeben, teilte die Polizei am Freitag mit.

Keine Spur von Mirco - Ermittler erhoffen sich Hinweise durch 'Aktenzeichen XY'

Acht Wochen nach Mircos verschwinden sucht die Polizei nach einem VW Passat, den der Täter gefahren haben könnte.

(Foto: dapd)

Der gesuchte Fahrzeugtyp habe nebeneinander angeordnete Rückleuchten und sei von 2005 bis 2010 gebaut worden. Welche Farbe der Wagen habe, könne aufgrund der zur Tatzeit herrschenden Dunkelheit nicht gesagt werden. In einem nächsten Schritt würden nun alle Halter des Fahrzeugs in Grefrath und Umgebung gesucht. Dazu gehörten neben Privatpersonen auch die Halter von Firmen- und Dienstwagen.

"Egal was der Täter bis heute unternommen hat - kennen wir diesen VW Passat Kombi, klären wir das Schicksal des Jungen", sagte der Leiter der Sonderkommission, Ingo Thiel, der Mitteilung zufolge. "Die Schlinge zieht sich allmählich zu."

Mirco ist seit dem 3. September verschwunden. Wochenlang hatten zeitweise bis zu 1000 Polizisten das Gebiet rund um Grefrath nahe der Grenze zu den Niederlanden durchkämmt. Es war eine der größten Suchaktionen in Deutschland. Die Polizei geht von einem Sexualverbrechen aus. Der Junge war auf dem Heimweg von einer Skater-Anlage verschwunden, zurück blieb am Wegesrand sein Fahrrad. Später wurden an verschiedenen Straßen in der Umgebung Kleidungsstücke des Jungen entdeckt.

Die Ermittler fahnden unter Hochdruck nach dem Täter: Unter anderem fragten sie in der Umgebung nach Männern mit "veränderter Gefühlslage", sie untersuchten DNS-Spuren an der gefundenen Kleidung des Jungen und machten Schalltests in einem Feld, aus dem eine Zeugin am Abend des Verschwindens einen Kinderschrei gehört hatte. Zuletzt waren immer weniger Hinweise von Zeugen bei der Polizei eingegangen.

© sueddeutsche.de/dpa/ddp/beitz/dom
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