Verdächtiger im Fall MaddieDer Freiheit so nahe wie lange nicht mehr

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Christian B. im Gerichtssaal in Braunschweig.
Christian B. im Gerichtssaal in Braunschweig. (Foto: Moritz Frankenberg/AFP)

Christian B. wird von einem Psychiater als extrem gefährlich eingestuft und er ist Verdächtiger im Fall Maddie McCann. Trotzdem wird er in einem Vergewaltigungsprozess freigesprochen. Warum?

Von Benedikt Warmbrunn, Braunschweig

Um 10.02 Uhr an diesem Dienstag kommt Christian B. in den Saal, er bleibt direkt stehen, weißes Hemd, Leinensakko, im Gesicht keine Regung. Es ist ja nicht das erste Mal, dass ein Gericht ein Urteil über ihn sprechen wird. So oft ist er schon verurteilt worden, für Dieseldiebstahl, für Rauschgifthandel, immer wieder auch für Sexualstraftaten, zuletzt 2019 für die Vergewaltigung einer 72 Jahre alten US-Amerikanerin. Gleich nach B. betreten die Richter den Saal, sie sprechen das Urteil, um 10.03 Uhr setzen sich alle. Christian B. verzieht immer noch keinen Gesichtsmuskel. Ein weiteres Urteil in seiner jahrzehntelangen Karriere als Krimineller. Und doch ist etwas anders.

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Fall Maddie
:Schatten der Vergangenheit

Er hat geklaut, vergewaltigt, Kinder belästigt. Und womöglich hat Christian B. auch etwas mit dem Verschwinden von Maddie McCann zu tun. In Braunschweig steht er mal wieder vor Gericht, und geht es so weiter, könnte er bald ein freier Mann sein.

SZ PlusVon Moritz Geier, Annette Ramelsberger und Benedikt Warmbrunn

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