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Fall Claus-Brunner:Geständnis im Päckchen

Vor seinem Suizid hat der Piratenpolitiker Gerwald Claus-Brunner ein Päckchen mit einem Brief aufgegeben. Darin gesteht er den Mord an dem Mann, dessen Leiche man bei ihm fand.

Nach einem schriftlichen Geständnis des Piratenpolitikers Gerwald Claus-Brunner ist für die Staatsanwaltschaft der Fall geklärt. Wie ein Sprecher am Donnerstag sagte, schickte Claus-Brunner vor seinem Suizid ein Paket mit persönlichen Gegenständen an seinen früheren Lebensgefährten. In einem beigefügten Schreiben habe der 44-Jährige die Tötung eines 29-Jährigen eingeräumt. Ob in dem Brief stand, wann und wie das Opfer starb, sagte der Sprecher nicht. Die Leichen des Politikers und seines Opfers waren am Montag in Claus-Brunners Wohnung im Stadtteil Steglitz entdeckt worden. Der 29-Jährige war laut Staatsanwaltschaft schon Tage zuvor in seiner Wohnung im Wedding getötet worden. Claus-Brunner habe die Leiche dann nach Steglitz gebracht und sich später das Leben genommen. Offenbar handelte es sich um eine Beziehungstat. Der Politiker soll sein Opfer gestalkt haben.

© SZ vom 23.09.2016 / dpa
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