KriminalitätNeben der Spur

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Die Polizei wollte Heiko K. stoppen, da flüchtete er und raste in den Wagen einer 21-Jährigen.
Die Polizei wollte Heiko K. stoppen, da flüchtete er und raste in den Wagen einer 21-Jährigen. Bastian Kienitz/mauritius images

22 Mal ist Heiko K. ohne Führerschein erwischt worden: Beim letzten Mal fährt er dann eine Frau tot. Wie konnte es so weit kommen?

Von Rainer Stadler

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Am Abend des 28. Januar 2015 nimmt die ungewöhnliche Kriminellenkarriere von Heiko K. eine verheerende Wende. Er hat am Nachmittag seine Frau besucht, die in der Nähe von Neuwied wohnt, und fährt nun wieder zurück zur Justizvollzugsanstalt in Diez, einer Nachbarstadt von Limburg. Heiko K., damals 44 Jahre alt, war zu 21 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden, wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Davon hat er 15 Monate abgesessen. Wenige Wochen nach seiner Inhaftierung hat man ihn in den offenen Vollzug verlegt. Von den JVA-Beamten, die zu dieser Zeit für Heiko K. zuständig sind, wird er als "redseliger, freundlicher und rationaler Gefangener" eingeschätzt. Er habe seine Verfehlung eingesehen, sei bereit, sein Verhalten zu ändern. Diese Einschätzung wird später die Justiz beschäftigen, bis in die Gegenwart: Der Bundesgerichtshof verhandelt dazu am kommenden Mittwoch.

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