Die Befragung läuft seit einer Dreiviertelstunde, da bricht es aus Fabians Mutter heraus, all die Trauer, die Ratlosigkeit, der Schmerz. Sie legt den Kopf in den Nacken, das Gesicht nass von Tränen. Dann schaut sie nach links zur Angeklagten, der Frau, die Fabian ermordet haben soll. „Gina, ich kann nicht verstehen, warum …“, setzt sie an. Der Vorsitzende Richter unterbricht die Zeugin ruhig und bestimmt, pausiert den Prozess, gibt ihr Zeit zu atmen. Dorina L. geht hinüber zur Fensterfront, nimmt ihre Brille ab, ein Seelsorger weicht ihr nicht von der Seite.
Mordprozess in Rostock„Die Leute, denen er vertraute, hat er immer in die Arme geschlossen“
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Die Mutter des getöteten Fabian beschreibt vor Gericht den Charakter ihres Sohnes und den Tag, an dem er verschwand. Der Vater hat zu den Ermittlungen seine ganz eigene Theorie.
Von Ulrike Nimz, Rostock
