Costa Rica„Keinesfalls war von einem Gefängnis die Rede“

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Erst Faber-Castell-Werkstatt, dann humane Flüchtlingsunterkunft, dann Gefängnis. Die Nutzung einer Immobilie in Costa Rica löst Diskussionen aus.
Erst Faber-Castell-Werkstatt, dann humane Flüchtlingsunterkunft, dann Gefängnis. Die Nutzung einer Immobilie in Costa Rica löst Diskussionen aus. Ezequiel Becerra/AFP

2018 hat der deutsche Stiftehersteller Faber-Castell Costa Rica sein altes Werk übereignet. Dort sollten Geflüchtete würdig untergebracht werden. Doch dann kam Donald Trump an die Macht.

Von Jan Heidtmann, Buenos Aires

Es sind Zeilen, von denen wohl niemand bei Faber-Castell je dachte, dass er sie wird schreiben müssen: „Wir hatten die Fabrik 2013 außer Betrieb genommen und das Grundstück im Jahr 2018 der Regierung von Costa Rica übertragen, die laut Vertrag darauf ein humanitäres Flüchtlingszentrum errichten wollte. Keinesfalls war von einem Gefängnis die Rede“, lautet die Antwort des weltgrößten Stifteherstellers mit Sitz in Stein bei Nürnberg auf eine Anfrage der SZ. Es ist die bislang letzte Wendung einer Geschichte, in der Faber-Castell Gutes wollte und nun der Verdacht besteht, dass ohne Wissen der Firma Übles geschehen ist.

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