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Extremsport:Base-Jumper Uli Emanuele stürzt in den Tod

Mit dem Flug durch ein zwei Meter großes Felsloch wurde er weltberühmt. Nun starb der Extremsportler in der Schweiz.

Auf seinem Facebook-Account kündigte der Südtiroler Extremsportler Uli Emanuele am Mittwochmorgen einen neuen Sprung mit dem Fallschirm von einem Felsen an - einen sogenannten Base-Jump. "8 Uhr abends, Sonnenuntergang in den Dolomiten auf 3100 Metern. Bereit für einen neuen Sprung", schrieb er um 6.34 Uhr. Ein Foto zeigte ihn mit Helm, Kameras und Wingsuit.

Dieser neue Sprung wurde sein letzter. Die Polizei in Lauterbrunnen in der Schweiz teilte am Abend mit, zwei Base-Jumper, einer von ihnen Emanuele, seien an diesem Tag unabhängig voneinander in eine instabile Fluglage geraten. Beide seien an Felswände geprallt und dann in die Tiefe gestürzt. Emanuele wurde 30 Jahre alt.

Vor etwas mehr als einem Jahr war der Extremsportler mit einem Video weltberühmt geworden. Es zeigte ihn, wie er in einem Wingsuit von einem Gipfel sprang und durch ein weniger als drei Meter breites Felsloch flog. Damals hieß es, er habe sich drei Jahre lang auf diesen Sprung vorbereitet.

Lauterbrunnen gilt als "Mekka der Base-Jumper"

Die Szenerie für die damalige spektakuläre Aktion war ebenfalls Lauterbrunnen. Die Gegend gilt wegen ihrer besonders hohen und steilen Felswände als "Mekka der Base-Jumper". Base-Jumping - auch als Base oder Objektspringen bezeichnet - ist das Fallschirmspringen von festen Objekten. In Lauterbrunnen ist vor allem das Abspringen mit Wingsuits (Flügelanzügen) populär. Sie ermöglichen einen teils mehr als 60 Sekunden langen vogelähnlichen Freiflug, ehe der Schirm geöffnet wird.

Sportler aus zahlreichen Ländern kommen hierher. Doch der Kick, den sie in Lauterbrunnen suchen, ist alles andere als ungefährlich. Weltweit sind seit Anfang der 80er Jahre, als der Extremsport aufkam, mehr als 260 Base-Jumper umgekommen, davon etwa 40 im Lauterbrunnental. Der zweite Mann, der am Mittwoch den Tod fand, soll aus Großbritannien stammen.

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