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Evakuierung in Harvard:Student wegen falschen Bombenalarms vor Gericht

"Bomben befinden sich auf dem Campus": Eine E-Mail mit diesem Satz versetzte die US-Eliteuniversität Harvard mitten in der Prüfungszeit in Aufregung. Vier Gebäude wurden evakuiert. Jetzt muss sich ein Student vor Gericht verantworten.

In einer E-Mail, die an Polizei, Universitätsleitung und eine Studentenzeitung geschickt wurde, warnte ein Unbekannter an diesem Montag vor Bomben auf dem Campus der US-Uni Harvard. Die Uni reagierte und ließ vier Gebäude - das Wissenschaftszentrum, zwei Klassenräume und einen Schlafsaal - räumen. Die Abschlussprüfungen des Herbstsemesters, die zu diesem Zeitpunkt von zahlreichen Studenten geschrieben wurden, wurden abgebrochen.

Jetzt kommt heraus, dass ein 20 Jahre alter Student hinter der E-Mail gesteckt haben soll. Er müsse am Mittwoch vor Gericht erscheinen, berichteten mehrere Medien, darunter der US-Nachrichtensender Abc-News. Der Verdächtige hätte selbst an den Prüfungen teilnehmen müssen, hätte er sie nicht durch den Bombenalarm verhindert.

Polizisten sagten dem Nachrichtensender CNN bereits wenige Stunden nach der Evakuierung, der Alarm sei offenbar ein schlechter Scherz gewesen. Neben den örtlichen Beamten hatte sich auch die Bundespolizei FBI in die Ermittlungen eingeschaltet. Die Einsatzkräfte durchsuchten den Campus in Cambridge in der Nähe der Stadt Boston nach Sprengstoff, wurden aber nicht fündig.

Es war nicht der erste falsche Bombenalarm an einer US-Eliteuni in diesem Jahr. Im Februar wurde das nahegelegene Massachusetts Institute of Technology (MIT) teilweise evakuiert - nach Meldungen, ein bewaffneter Mann habe sich auf dem Campus herumgetrieben.

Erst im November wurde die Uni Yale in Connecticut wegen eines Bombenalarms für sechs Stunden geschlossen. Auch hier hatte es sich um einen Fehlalarm gehandelt.