Essener Schwurgericht:Ehefrau das Gesicht zerschnitten: Elf Jahre Haft

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. (Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild)

Ein Mann greift seine Frau auf offener Straße mit einem Messer an. Sie bleibt für immer entstellt. Jetzt ist der 43-Jährige verurteilt worden.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Essen (dpa/lnw) - Nach einer lebensgefährlichen Messerattacke auf offener Straße ist ein Mann aus Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis) am Donnerstag zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte seine Ehefrau im Februar dieses Jahres angegriffen und ihr dabei das Gesicht zerschnitten. Die Tat passierte vor den Augen der gemeinsamen vierjährigen Tochter. Hintergrund war ein Trennungsstreit. Das Urteil des Essener Schwurgerichts lautet auf Mordversuch sowie auf schwere und gefährliche Körperverletzung.

Richter Jörg Schmitt sprach bei der Urteilsbegründung von einer „Machtdemonstration“. Der Angeklagte habe seine Frau „bewusst entstellen wollen“. Die Narben würden sich „wie ein Spinnennetz“ über das Gesicht der 38-Jährigen ziehen. Die größte beginnt am linken Mundwinkel und zieht sich über die halbe Wange. Die Klinge des Messers hatte die Mundhöhle eröffnet und die Gesichtsschlagader durchtrennt.

Dass die 38-Jährige überlebt hat, ist laut Urteil großes Glück. Die Erstversorgung war durch einen Arzt erfolgt, der zufällig am Tatort vorbeigekommen war. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

© dpa-infocom, dpa:230928-99-371328/2

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