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Brutale Vergewaltigungen in Indien:Behinderte Frau sexuell missbraucht und getötet

Nach der brutalen Vergewaltigung einer Nepalesin verkündet die indische Polizei bei einer Pressekonferenz die Festnahme von acht Verdächtigen.

(Foto: AP)
  • Nach der brutalen Vergewaltigung einer geistig behinderten Frau in Indien sind acht mutmaßliche Täter festgenommen worden.
  • Der Körper der 28-jährigen Nepalesin wurde verstümmelt in einem Feld gefunden.
  • Bei einem weiteren Fall wurde eine 20-jährige Touristin aus Japan vergewaltigt. Der mutmaßliche Täter hatte sich als Fremdenführer ausgegeben.

Verstümmelte Leiche in Feld entdeckt

Eine geistig behinderte Frau ist in Indien vergewaltigt, gefoltert und getötet worden. Acht mutmaßliche Täter seien gefasst worden, sagte ein Polizeichef dem indischen Sender NDTV zufolge. Die grausam verstümmelte Leiche der 28-jährigen Nepalesin war laut Medienberichten in einem Feld bei der Stadt Rohtak gefunden worden, etwa 75 Kilometer von der Hauptstadt Neu Delhi entfernt. Er habe schon 30 000 Autopsien durchgeführt, aber noch nie eine solche Brutalität gesehen, sagte ein Arzt der Zeitung Times of India. Die 28-Jährige war vor einigen Monaten zur psychologischen Behandlung aus Nepal nach Indien gekommen.

Proteste gegen Behörden

"Wir wollen, dass die Mörder am Strick hängen", sagte die Schwester der Getöteten zu NDTV. "Die Polizei hat meine Anzeige nicht ernst genommen. Sie meinten: Such einfach weiter nach ihr. Du wirst sie schon finden, oder sie kommt zurück."

Inder protestieren in Neu Dehli gegen sexuelle Gewalt. Hintergrund sind die beiden jüngsten Vergewaltigungsfälle.

(Foto: AP)

Zahlreiche Menschen protestierten gegen die mutmaßliche Untätigkeit der Polizei, da auch fast eine Woche nach dem Fund der Leiche zunächst kein Verdächtiger festgenommen worden war. Hunderte Menschen blockierten die Landstraße zwischen Delhi und Rohtak. Sie zündeten zahlreiche Kerzen im Gedenken an das Opfer an.

Angeblicher Fremdenführer vergewaltigt Touristin

Ein zweiter Fall ereignete sich im benachbarten Bundesstaat Rajasthan. Dort sucht die Polizei nach einem Mann, der im Touristenort Jaipur eine Japanerin vergewaltigt haben soll. Die Touristin soll auf einen falschen Fremdenführer hereingefallen sein. "Die Frau besuchte mehrere Touristenorte, als ein Mann auf einem Motorrad auf sie zukam, sich als Touristenführer ausgab und ihr anbot, sie herumzufahren", sagte ein Polizeisprecher der indischen Nachrichtenagentur IANS.

Nach der Tour durch die historische Altstadt sei er an einem abgelegenen Ort über die 20-Jährige hergefallen. Örtlichen Medienberichten zufolge floh der Angreifer, als Bewohner der schreienden Frau zur Hilfe eilten. Nach Angaben der Frau hatte der etwa 25-jährige mutmaßliche Täter ihr Essen angeboten, dem vermutlich Drogen beigemischt waren.

Gewalt gegen Frauen gleichbleibend

Trotz einer Verschärfung der Strafgesetze nimmt die Zahl der Vergewaltigungen und sexuellen Belästigungen in Indien nicht ab. 2012 hatte der Fall einer jungen Studentin weltweit Empörung ausgelöst. Sie war von einer Gruppe Männer in einem Bus in Neu Delhi derart misshandelt und vergewaltigt worden, dass sie an ihren Verletzungen starb. Die Täter erhielten die Todesstrafe; der Fall ist aber noch nicht höchstgerichtlich entschieden.

© AFP/dpa/frdu/dayk

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