Regen in Nordrhein-Westfalen:Damm in Erftstadt vorübergehend überspült

Landesregierung zum Wiederaufbau in den Hochwassergebieten

Die gesperrte Autobahn bei Erftstadt-Blessem nach dem Hochwasser im Juli.

(Foto: Federico Gambarini/dpa)

Die Bilder von dem riesigen Krater bei Erftstadt-Blessem gingen Mitte Juli um die Welt. Nun regnete es erneut - und dann brach ein Damm.

Mitte Juli führte die Hochwasserkatastrophe in Erftstadt-Blessem bei Köln zu einem gewaltigen Erdrutsch - jetzt wurden Bürgerinnen und Bürger erneut beunruhigt: Die anhaltenden Regenfälle der vergangenen Tage ließen den Pegel des Flusses Erft abermals ansteigen. Dadurch wurde ein provisorischer Vordamm in Höhe der Kiesgrube Blessem überflutet. In einer nächtlichen Aktion mit schwerem Gerät und etwa 50 bis 60 Helfern konnte die Bresche in dem Damm bis Montagmorgen zugeschüttet werden.

"Es war eine richtig dicke Baustelle mit Flutlicht und Technischem Hilfswerk", sagte Bernd Bucher, Vorstand des Erft-Verbands, der Deutschen Presse-Agentur. Gefahr für die Anwohner habe nicht bestanden. "Dennoch wollten wir hier keine zusätzlichen Risiken eingehen, gerade auch um die Bevölkerung nicht unnötig zu verunsichern."

Am Sonntagabend war die Bevölkerung durch Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr über die Lage informiert worden. Dies führte teils zu Verunsicherung. Die Stadt betonte jedoch, dass trotz der anhaltenden Regenfälle der vergangenen Tage und der dadurch verursachten Überspülung des Vordamms keine Gefahr bestanden habe. Die Abbruchkante der Kiesgrube sei in den vergangenen Wochen gut abgesichert worden.

In der Nähe der Kiesgrube hatte sich in der Nacht zum 16. Juli ein Erdrutsch ereignet. Mehrere Häuser wurden mitgerissen, es entstand ein riesiger Krater. Viele Anwohner vermuten, dass der Erdrutsch mit der Kiesgrube in Zusammenhang steht. Bürgermeisterin Carolin Weitzel (CDU) hat angekündigt, dass unabhängige Gutachter des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen die Ursache der Erosion untersuchen. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts der Baugefährdung.

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