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Erdbeben in Nepal:Überlebender gefunden

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Die Wut nach dem Beben - Kommentar von Arne Perras

Regenfälle erschweren die Rettungsarbeiten in Kathmandu. Dennoch wurde nun ein Überlender gefunden.

Vier Tage nach dem schweren Beben in Nepal steigt die Zahl der Todesopfer weiterhin. Den Helfern läuft auf der Suche nach Überlebenden dabei auch noch die Zeit davon: Im Mai erreicht der Monsun Nepal, schon jetzt erschweren Regenfälle immer wieder die Arbeiten. Wie die Zeitung Nepali Times berichtete, wurde nun ein 28-jähriger Mann nach 82 Stunden unter den Trümmern in Kathmandus Stadtteil Gongabu gerettet. Ein zweiter Mann dort habe es nicht geschafft. Nach UN-Angaben wurden 14 Menschen seit dem Beben der Stärke 7,8 von professionellen Hilfstrupps aus dem Schutt geholt.

Wegen der schlechten Versorgungslage mehrt sich zudem Kritik an der Regierung. Es gebe bereits vereinzelte Streitereien um Trinkwasser, berichtete das UN-Büro für Katastrophenhilfe (Ocha). Der überlastete Flughafen musste am Mittwoch vorübergehend wegen Rissen in der Landebahn gesperrt werden, wie lokale Journalisten berichteten. Die Risse seien aber schnell repariert worden. Aus Deutschland trafen inzwischen immerhin Hilfsgüter ein. "Der erste Transportflieger ist endlich nach vielen, vielen Problemen in Kathmandu gelandet, mit 60 Tonnen Hilfsgütern, darunter eine Wasseraufbereitungsanlage", sagte der Beauftragte der Bundesregierung für Humanitäre Hilfe, Christoph Strässer (SPD).

Nach Angaben des Auswärtigen Amts liegt die Zahl der Deutschen, zu denen kein Kontakt bestehe, inzwischen "im hohen zweistelligen Bereich".