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Sensation in Pretoria:Oscar Pistorius kommt gegen Kaution frei

Richter Desmond Nair hat nach fünf Tagen Anhörung entschieden, dass Paralympics-Star Pistorius gegen Kaution freikommt. Nair zeigte sich von der Argumentation der Staatsanwaltschaft nicht überzeugt.

Heute, an Tag fünf der Anhörung, soll Oscar Pistorius erfahren, ob er auf Kaution freigelassen wird oder nicht. Die Entscheidung darüber hatte das Magistratsgericht in Südafrikas Hauptstadt Pretoria immer wieder vertagt.

Was bisher geschah im Überblick:

  • Pistorius teilt in einer eidesstattlichen Erklärung mit: "Ich hatte nicht vor, meine Freundin zu töten." Vielmehr habe er sie für einen Einbrecher gehalten und daher aus Notwehr geschossen. Seine Erklärung im Wortlaut.
  • Richter Desmond Nair folgt in seiner Einschätzung der Anklage und geht von "vorsätzlichem Mord" aus.
  • Die Anklage um Staatsanwalt Gerrie Nel geht von vorsätzlicher Tötung aus. Pistorius habe ein Motiv gehabt.
  • Hilton Botha, an Tag zwei der Anhörung noch Chefermittler im Mordfall, warnt davor, Pistorius auf Kaution freizulassen, da Fluchtgefahr bestehe.
  • Der Chefermittler berichtet davon, dass die Ermittler "zwei Kisten Testosteron und Injektionsnadeln" im Haus des Angeklagten gefunden hätten. Im Kreuzverhör gesteht Botha jedoch, dass er "nicht richtig aufs Etikett geschaut" habe. Die Substanzen werden derzeit noch untersucht.
  • Gestern wird Hilton Botha von seiner Aufgabe als Chefermittler entbunden. Grund: Gegen den Polizisten wird wegen siebenfachen versuchten Mordes ermittelt.
  • Der Sportartikelhersteller Nike und die Kosmetikfirma Clarins setzen ihre Werbeverträge mit Pistorius aus.
© SZ.de/jst
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