Entführung im Jemen Russischer Arzt verschleppt

Wieder eine Entführung im Jemen: Ein russischer Arzt wurde von Stammesangehörigen in die Berge verschleppt. Von der entführten deutschen Familie fehlt noch immer jede Spur.

Wieder eine Entführung im Jemen: Nachdem vor drei Monaten eine fünfköpfige deutsche Familie im Norden des Landes verschleppt wurde, ist in der Provinz Schabwa ein russischer Arzt entführt worden, der an einem staatlichen Krankenhaus beschäftigt ist.

Nach Angaben aus Stammeskreisen wurde er von Angehörigen eines Stammes aus der Provinz Marib entführt. Sie verschleppten ihn in der Nacht zum Freitag auf der Fahrt von der Hauptstadt Sanaa nach Marib. Dem Vernehmen nach wollen die Entführer die Geisel benutzen, um einen Angehörigen ihres Stammes freizupressen, der von der Polizei in Gewahrsam genommen worden war.

Keine Informationen gibt es bisher zum Schicksal der Familie aus Sachsen und des britischen Ingenieurs, die vor drei Monaten in der nördlichen Provinz Saada verschleppt worden waren. Ihre Entführer hatten noch zwei deutsche Bibelschülerinnen und eine südkoreanische Lehrerin entführt. Die drei Frauen, die mit der Familie gemeinsam einen Ausflug unternommen hatten, waren kurz darauf tot aufgefunden worden.