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England:Mädchen zum Sex angeboten - 18 Personen schuldig gesprochen

Der Polizeichef berichtet auf einer Pressekonferenz in Newcastle von den Ermittlungen gegen das Netzwerk.

(Foto: AP)
  • Im britischen Newcastle ist ein Netzwerk von 18 Personen wegen Vergewaltigung und Menschenhandel schuldig gesprochen worden.
  • Sie machten junge Mädchen und Frauen mit Alkohol und Drogen gefügig und boten sie auf Partys zum Sex an.

Eine Gruppe von 17 Männern und einer Frau hat in Newcastle jahrelang Mädchen und junge Frauen mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht und dann auf Partys zum Sex angeboten. Die Mitglieder des Netzwerks sind nun in fast 100 Anklagepunkten - darunter Vergewaltigung und Menschenhandel - schuldig gesprochen worden. Sie werden voraussichtlich Anfang September verurteilt.

Die Polizei geht von fast 300 Opfern aus. Die Mädchen und jungen Frauen waren zum Tatzeitpunkt zwischen 14 und 25 Jahren alt. 20 von ihnen sagten als Zeuginnen aus. Dem Guardian zufolge schilderten Zeuginnen im Prozess, wie ihnen Drogen gegeben wurden, sie einschliefen - und nackt und sexuell missbraucht wieder aufwachten.

Die Mitglieder des Netzwerks hatten sich ihre Opfer gezielt ausgesucht: Die Mädchen und Frauen seien aufgrund ihrer Lebensumstände "leichte Ziele" gewesen, sagte die Staatsanwaltschaft. Genauer wollte die Anklage dies öffentlich nicht ausführen. Ein Mann aus der Gruppe habe Vertrauen zu den Mädchen aufgebaut, ihnen Alkohol und Drogen gegeben und ihnen dann gesagt, sie müssten aus Loyalität zu ihm auch mit seinen Freunden schlafen.

Die Polizei schleuste einen Informanten ein

In insgesamt vier Prozessen waren die Mitglieder der Gruppe angeklagt worden, erst jetzt darf darüber berichtet werden. Zu den Tätern gehören auch Freunde und Verwandte der Opfer. Einige der Männer sind seit der Kindheit miteinander befreundet. Das einzige weibliche Mitglied der Gruppe wurde wegen sexueller Ausbeutung in drei Fällen schuldig gesprochen.

Die Taten hatten sich bereits zwischen 2011 und 2014 ereignet. Um das Netzwerk zu zerschlagen, hatte die Polizei einen wegen der Vergewaltigung eines Kindes vorbestraften Mann damals als Informanten eingeschleust. Er erhielt 10 000 britische Pfund dafür, über 21 Monate in dem Netzwerk Beweise zu sammeln. Das Vorgehen wurde in den britischen Medien kritisch diskutiert.

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