SZ-Kolumne "Bester Dinge":Schnurrende Schüssel

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(Foto: Aaron Taylor/Twitter @Tippen22/Aaron Taylor/Twitter @Tippen22)

Abgelegene Landstriche sollen mit der Satellitenschüssel von Elon Musk mit Internet versorgt werden. Fünf kanadischen Katzen ist das egal. Sie brauchen das Ding bei Eis und Schnee für etwas anderes.

Von Marcel Laskus

Technologische Erfindungen haben hin und wieder erfreuliche Nebeneffekte, die über ihren eigentlichen Zweck hinausgehen. Die Glühbirne etwa hat die Zahl der Hausbrände durch umgekippte Kerzen reduziert. Der iPod ließ messiehaft große CD-Sammlungen schrumpfen. Und Kryptowährungen haben bei 14-Jährigen das Interesse für Altersvorsorge geweckt. Natürlich darf auch Milliardär und Dauererfinder Elon Musk in solch einer Reihe nicht fehlen. Seine hierzulande noch recht unbekannte Satellitenschüssel namens "Starlink" soll langfristig Millionen Menschen an abgelegenen Orten mit Internet versorgen. Kurzfristig aber ist ihr deutlich greifbarerer Vorteil ein anderer: Die Schüssel mit einem Durchmesser von etwa 50 Zentimetern versorgt fünf darauf kauernde Katzen mit Wärme, zeigt ein Foto, das der Kanadier Aaron Taylor bei Twitter geteilt hat.

Für gewöhnlich sind Satellitenschüsseln für Katzen nicht weiter interessant. Dann kam Musk. Um auch bei Niederschlag die stabile Verbindung zu den mehr als 17 000 Satelliten zu garantieren, verfügt sein Modell über eine eingebaute Heizung, um Schnee und Eis damit zu schmelzen. So ergibt sich aus der Schüssel bei ungemütlichen minus 25 Grad ein Zufluchtsort für schlotternde Katzen.

Nun weiß man längst, dass Katzenbilder zu den ältesten Tricks im Internet gehören, um einer Sache wohlwollende Aufmerksamkeit zu schenken. Doch um einen schlichten PR-Trick dürfte es sich dieses Mal ausnahmsweise nicht handeln. Die Schüssel mag mit Schnee und Kälte fertigwerden, sitzen aber fünf gut durchblutete Lebewesen auf ihr, wird das Internet "definitiv langsamer", wie Taylor schreibt.

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