Süddeutsche Zeitung

Ehemaliger Limburger Bischof:Tebartz-van Elst findet Zuflucht in Regensburg

Das Kapitel Tebartz-van Elst in Limburg geht zu Ende. Der Ex-Bischof wohnt künftig in Bayern. Dort darf er auf "mitbrüderliche Aufnahme und Gastfreundschaft" hoffen.

Der abberufene Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst verlässt Limburg und wird künftig in Regensburg wohnen. Wie die ehemalige Sprecherin des Bistums, Eva Demmerle, mitteilte, will er dort "bis zur Übernahme einer neuen Aufgabe" bleiben. Tebartz-van Elst ziehe in eine Mietwohnung. Eine Dienstwohnung, wie sie einem emeritierten Bischof zustehe, nehme er nicht in Anspruch.

"Die Wahl ist auf Regensburg gefallen, weil Bischof Rudolf Voderholzer ihm mitbrüderliche Aufnahme und Gastfreundschaft in seiner Diözese zugesichert hat", hieß es in der Mitteilung. Das Bistum Regensburg veröffentlichte sie auf seiner Homepage, wollte den Inhalt aber nicht kommentieren.

Der Papst hatte Tebartz-van Elst Ende März unter anderem wegen der horrenden Kosten beim Bau seines Amtssitzes als Limburger Bischof abberufen. Eine bischöfliche Prüfungskommission kam in ihrem Abschlussbericht zu dem Ergebnis, dass Tebartz-van Elst kirchliche Vorschriften umgangen und mit wenigen Vertrauten an den Gremien vorbei eigenmächtig über den Bau der Bischofsresidenz entschieden hat.

Auch die Staatsanwaltschaft ist seit vergangenem Oktober mit dem Fall beschäftigt. Damals wurden die hohen Baukosten bekannt, und es gingen Anzeigen gegen Tebartz-van Elst und weitere Mitglieder des Bistums ein.

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dpa/olkl/lala
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