Dylann Roof:Gericht verurteilt rassistischen Attentäter von Charleston zum Tode

  • Dylann Roof, der rassistische Attentäter von Charleston, ist zum Tode verurteilt worden.
  • Er ist die erste Person, die von einem US-Bundesgericht wegen eines Hassverbrechens hingerichtet werden soll.

Dylann Roof, der rassistische Attentäter von Charleston, ist von den Geschworenen eines US-Gerichts zum Tode verurteilt worden. Roof hatte 2015 beim Gottesdienst in einer Baptistengemeinde im US-Bundesstaat South Carolina, zu der vor allem Afroamerikaner gehören, in die Menge geschossen und neun Menschen getötet. Er selbst bezeichnet sich als Rassist und hat sich zu der Tat ausdrücklich bekannt.

Vor Gericht hatte der 22-Jährige keinerlei Reue gezeigt und darauf bestanden, sich selbst zu verteidigen. Roof hatte weder Zeugen benannt noch Beweise für seine Unschuld geliefert, lehnte sogar ein Gutachten zu seinem Geisteszustand ab, das ihm möglicherweise Schuldunfähigkeit attestiert hätte.

Das von den Geschworenen festgelegte Strafmaß war erwartet worden: Vergangene Woche hatte der Chefankläger Nathan Williams die Todesstrafe für Roof gefordert. Im Jahr 2016 war der in 33 Punkten angeklagte Roof für schuldig befunden worden, unter anderem eines Hassverbrechens und des neunfachen Mordes. Nun wird er voraussichtlich durch eine Giftspritze hingerichtet werden.

Roof schien das Urteil gleichmütig aufzunehmen: Er sei sich nicht sicher, "was es bringen würde", Geschworene um eine lebenslange Gefängnisstrafe statt einer Hinrichtung zu bitten, sagte er noch während des Verfahrens. Nach Angaben des US-Justizministeriums ist er die erste Person, die von einem US-Bundesgericht wegen eines Hassverbrechens hingerichtet werden soll.

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