Leben in Dublin Die unbezahlbare Stadt

Dublin, das sind nicht nur polierte Firmensitze. Das ist auch eine Armut, die immer sichtbarer wird.

(Foto: ddp/interTOPICS /Kim Haughton)

In Dublin zeigt sich, was passiert, wenn sich die Politik verabschiedet. Große Firmen wie Google und Facebook saugen die Stadt aus, zahlen aber kaum Steuern. Über einen Ort, wo untergeht, wer arm ist.

Von Nicolas Freund

Die Stadt der Zukunft liegt am Ende des Flusses. Vorbei an den dicht gedrängten Backsteinhäusern fließt die Liffey durch das Zentrum Dublins in Richtung Hafen. Vorbei an Verladeterminals, Frachtern, Schiffscontainern. Die wichtigen Geschäfte werden in Irland aber nicht mehr auf dem Seeweg gemacht, sondern direkt neben dem Hafen, in den Docklands oder Silicon Docks. Es ist eine Stadt in der Stadt.

Vor ein, zwei Generationen war dieser Teil der Stadt noch ein Armenviertel, in dem sich Großfamilien ein Zimmer teilen ...

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