Drogenkrieg in Mexiko Abgetrennte Köpfe als Warnung

14.000 Tote im Drogenkrieg in Mexiko: Das Morden kennt längst kein Halten mehr - Angst und Schrecken wird mit grausigen Zeichen verbreitet.

Im blutigen mexikanischen Drogenkrieg haben Gangster erneut grausige Morde verübt. Entlang einer Straße zwischen den Städten Chihuahua und Ciudad Juárez im Grenzgebiet zu den USA wurden nach Behördenangaben am Donnerstag (Ortszeit) drei in Kühlboxen deponierte abgetrennte Köpfe entdeckt.

Pyrrhussieg gegen die Drogenkartelle: 13 Tonnen Marihuana hat das Militär nach eigenen Angaben am 24. September verbrannt. Der Drogenkrieg geht aber unvermindert weiter.

(Foto: Foto: AP)

Ein vierter Kopf wurde in einem Kühlschrank in Ciudad Juárez, der Mordhauptstadt der Welt, gefunden.

Das Köpfen von Opfern gilt als gängige Warnung und Drohmittel der mexikanischen Drogenkartelle. Immer wieder werden Leichen von konkurrierenden Gangstern und Polizisten verstümmelt - das Morden kennt kein Halten.

An der mexikanischen Pazifikküste wurden unterdessen die von Schüssen durchsiebten Leichen von fünf Frauen in einem Wagen gefunden. Der Hintergrund des Fünffach-Mordes war zunächst unklar.

Erst am Mittwoch war im Bundesstaat Chihuahua ein Journalist ermordet worden, der über den Drogenkrieg in der Region berichtet hatte. Rivalisierende Rauschgiftkartelle machen sich in der mexikanischen Grenzregion die lukrativen Schmuggelrouten für Drogen in die USA streitig.

Im Norden Mexikos hat ein Killerkommando erneut einen Journalisten getötet. Die Tat ereignete sich in der Nacht zum Donnerstag in der Stadt Nuevo Casas Grandes im Bundesstaat Chihuahua. Die Unbekannten drangen nach Angaben der Staatsanwaltschaft in die Redaktion ein und erschossen gezielt den Reporter Norberto Miranda. Dieser hatte zuvor einen Artikel über die zunehmenden Morde in der Region veröffentlicht.

Mexiko gehört weltweit zu den für Journalisten gefährlichsten Staaten. Seit 2000 sind in dem nordamerikanischen Land über 40 Reporter getötet worden oder verschwunden.

Der Drogenmafia werden insgesamt rund 14.000 Morde seit Amtsantritt des konservativen Präsidenten Felipe Calderón Ende 2006 angelastet.