Katholische KircheDrive-in-Segen

Gläubige im Münsterland können sich den Blasiussegen, der vor Halskrankheiten schützen soll, im Vorbeifahren abholen.

Eine katholische Pfarrei im Münsterland hat am Sonntagmittag den traditionellen Blasiussegen, der vor Halskrankheiten schützen soll, per Drive-in gespendet. "Zum Blasiussegen kann man ganz einfach mit dem Auto über den Kirchplatz zum Priester vorfahren und im Auto sitzen bleiben. Wer sicher gehen möchte, lässt sich durch das Fenster segnen", teilte die Gemeinde Sankt Anna im münsterländischen Neuenkirchen mit. Wer das Fenster lieber öffne, müsse dafür sorgen, dass alle Insassen eine medizinische Maske trügen. Pfarrer Markus Thoms betonte vorab in einem Youtube-Video, dass der Segen eine Impfung nicht überflüssig mache und kein Medikament ersetze.

Der Blasiussegen wird in der katholischen Kirche seit Jahrhunderten gespendet. Er soll vor Halskrankheiten und anderen Beschwerden wie Zahnschmerzen schützen. Üblicherweise hält der Priester beim Segen zwei gekreuzte Kerzen vor das Gesicht des Gläubigen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, spendet den Segen zum Gedenktag des Heiligen Blasius am 3. Februar sicherheitshalber sogar online.

Benannt ist der Blasiussegen nach Bischof Blasius, der um das Jahr 316 unter dem römischen Kaiser Licinius nach grausamer Folter starb. Blasius zählt zu den 14 Nothelfern und gilt als Patron der Ärzte, Bäcker, Hutmacher, Wachszieher, Weber, Wollhändler und Musikanten.

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