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Einbruch im Grünen Gewölbe:Ermittlungen gegen vier Wachleute

Grünes Gewölbe Dresden

Ein Absperrband hängt am Zaun vor den Gitterfenstern des Grünen Gewölbes.

(Foto: Sebastian Kahnert/pa)
  • Ende November 2019 brachen Unbekannte in das staatliche Museum Grünes Gewölbe in Dresden ein, und stahlen Diamanten und Brillanten im Millionenwert.
  • Die Polizei ermittelt nun gegen mehrere Wachmänner. Zwei von ihnen wird vorgeworfen, den Diebstahl nicht verhindert zu haben.
  • Bei zwei weiteren Sicherheitsmännern geht es um "Handlungen in Bezug auf die Alarmanlage".

Nach dem spektakulären Juwelendiebstahl im Dresdner Grünen Gewölbe sind mehrere Wachmänner ins Visier der Untersuchungen geraten. "Es werden Ermittlungen gegen vier Wachschutzbedienstete geführt", erklärte Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt am Montag. Zuvor hatte die Bild-Zeitung berichtet.

Zwei Sicherheitsleuten, die am Morgen des Einbruchs Dienst hatten, wird vorgeworfen, nicht angemessen reagiert und den Diebstahl nicht verhindert zu haben. Den Angaben zufolge hatte eine Privatperson Anzeige erstattet.

Auch gegen zwei weitere Wachbedienstete laufen Ermittlungen. Einer wurde laut Staatsanwaltschaft am 29. November - vier Tage nach dem spektakulären Diebstahl - vorläufig festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, die Täter unterstützt zu haben, indem er ihnen "Unterlagen zu den Räumlichkeiten des Grünen Gewölbes und zu den Sicherheitssystemen übergeben haben soll", wie es hieß.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurde jedoch nichts Verdächtiges gefunden, so dass der Mann wieder frei kam. Bei beiden Wachleuten geht es zudem um "Handlungen in Bezug auf die Alarmanlage". Details nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

Zwei Unbekannte waren am 25. November 2019 im Schutz der Dunkelheit über eines der vergitterten Fenster in das Grüne Gewölbe eingedrungen und hatten mit einer Axt eine Vitrine eingeschlagen. Nach kurzer Zeit konnten sie mit Diamanten und Brillanten von unschätzbarem Wert flüchten. Für Hinweise zur Ergreifung der Täter ist eine Belohnung von einer halben Million Euro ausgesetzt.

© SZ/dpa/mpu/afis
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